Schweiz

Bischöfe: Schweiz soll mehr für Flüchtlinge aus Afghanistan tun

Die Schweizer Bischöfe sind besorgt über die Situation in Afghanistan. Sie appellieren an die Schweiz, sich stärker zu engagieren.

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) appelliert an die Schweizer Politik, «rasch Möglichkeiten zu schaffen, um die Aufnahme von Flüchtlingen zu verbessern und abgewiesenen Flüchtlingen aus Afghanistan wenigstens eine vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu ermöglichen». Dies teilt die SBK mit.

Die SBK unterstütze damit die Aufforderung des Schweizerischen Rates der Religionen an alle Regierungen, auf diese Notlage mit Menschlichkeit zu reagieren, schnelle Hilfe und Ausreise zu ermöglichen sowie Asyl zu gewähren. Der interreligiösen Erklärung zur Flüchtlingsfrage des Rates aus dem Jahr 2018 sieht sich die SBK verpflichtet.

«Anteilnahme und tiefe Besorgnis»

Gemäss Bischöfen soll dies im Rahmen eines «Resettlement»-Programms geschehen: Von der UN-Flüchtlingsorganisation (UNHCR) anerkannte Flüchtlinge, die nicht im Aufenthaltsstaat bleiben können, können die sichere Reise in aufnahmebereite Drittländer antreten.

«Die Schweizer Bischöfe drücken ihre Anteilnahme und tiefe Besorgnis über die aktuelle Flüchtlingssituation weltweit und die besondere Verantwortung der Staatengemeinschaft für Afghanistan aus», heisst es weiter in der Mitteilung.

Die katholische Kirche, wie andere Religionsgemeinschaften auch, habe an mehreren Orten in der Schweiz bereits konkrete Hilfe angeboten. In vielen Pfarreien und Kirchgemeinden pflegen freiwillig Engagierte und Mitarbeitende Kontakte und Freundschaften mit Menschen aus Afghanistan und trügen deren Angst um ihre Liebsten in der Heimat mit. (kath.ch)


Menschen versuchen am 26. August auf den Flughafen Kabul zu gelangen | © keystone
16. September 2021 | 14:55
Teilen Sie diesen Artikel!