Chor singt ein Lied
Adventskalender 2025

Unbekanntes über «Macht hoch die Tür»

· Das Lied folgt dem Psalm 24.

· Dem Psalm liegt die Tor-Liturgie im alten Israel zugrunde. Demnach stellten sich die Juden den symbolischen Einzug Gottes in den Jerusalemer Tempel wie den Triumphzug eines Feldherrn vor.

· Martin Luther übersetzte den Psalmtext in eine kraftvolle deutsche Sprache. Darin macht er deutlich, dass Christus nur dann zu den Menschen kommen könne, wenn sie alles öffneten, was sie verschlossen hätten.

· Das Lied darf ökumenisch genannt werden. Es findet sich unter anderem auch im Evangelischen und Katholischen Gesangbuch.

· Das Lied im schwingenden Dreiertakt trifft zum Jahresende bei vielen Menschen einen besonderen Nerv. Es weckt Gefühle, schafft einen heilsamen Moment der Ruhe in einer unruhigen, krisengebeutelten Welt. Es drückt den Wunsch nach Frieden aus – und die Hoffnung auf einen Heiland, der gewaltlos alles gut werden lässt.

· Im Lied rückt der einzelne Mensch in den Mittelpunkt «Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist», heißt es in der fünften und letzten Strophe.

· Besonders wichtig ist es, dass das Lied die übliche Vorstellung von «oben» und «unten» umstürzt. Denn der König, der hier empfangen wird, herrscht nicht mit Macht, sondern «Sanftmütigkeit ist sein Gefährt».

Chor singt ein Lied
Chor singt ein Lied
Chor singt ein Lied | © Pixabay/TyliJura, Pixabay Licence
17. Dezember 2025 | 06:00
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