Exorzismus

Die religiöse Praxis, Dämonen auszutreiben, die in Menschen, Tieren, Orten oder Dingen vermutet werden, wird als Exorzismus bezeichnet.

Nach dem Kirchenrecht dürfen nur speziell vom Ortsbischof beauftragte Priester Exorzismus-Gebete über mutmasslich besessene Personen sprechen, um sie vom Teufel oder von Dämonen zu befreien. Die vatikanische Liturgie-Kongregation formulierte die Gebetsformulare 1999 neu. Fester Bestandteil ist eine Anrufung Gottes um Hilfe; zusätzlich kann auch ein Befehl an den Teufel ausgesprochen werden, den Betroffenen zu verlassen. Vorbild des Rituals sind die Dämonenaustreibungen Jesu in den Evangelien.

In der Schweiz verfügt derzeit einzig das Bistum Lausanne-Genf-Freiburg über Exorzisten mit bischöflichem Auftrag. In den anderen Bistümern werden von Fall zu Fall speziell damit beauftragte Priester für Exorzismen aufgeboten. (Quelle: kipa)

Nachfolgend werden alle Medienspiegel-Meldungen zum Thema «Exorzismus» aufgeführt.


Das – oder doch der? – Böse

Ist da der Teufel am Werk? Gerade Papst Franziskus spricht oft vom personifizierten Bösen, zuletzt angesichts der massenhaften Fälle sexueller Gewalt in der Kirche. Diese Rede ist anschaulich und naheliegend, aber nicht ganz unproblematisch.

Christ in der Gegenwart, 27.09.2018

Linke Regierung unterdrückt Nicaraguaner mit brutaler Gewalt – jetzt sollen «Satanisten», Bischöfe und die USA schuld am Terror sein

Nicaraguas Regierung geht mit eisener Hand gegen das eigene Volk vor. Nun sollen «Satanisten», Bischöfe und die USA schuld am von den Sozialisten angerichteten Chaos sein.

epochtimes.de, 20.07.2018

Vom Teufel besessen

In der Schweiz häufen sich Fälle von Dämonenaustreibungen. Opfer sind oft Eritreer und Eritreerinnen, die an psychischen Krankheiten leiden. Die Justiz ermittelt.

NZZ am Sonntag, 08.07.2018

Wie Eritreer in der Schweiz den Teufel austreiben

In der Schweiz haben sich in den letzten Monaten Fälle von sogenannten Teufelsaustreibungen gehäuft. Bei diesen schlagen eritreische Männer und Frauen auf Landsleute ein, die ihrer Meinung nach vom Teufel besessen sind. «Mehrere Eritreer und Eritreerinnen sind aus diesem Grund angezeigt worden, und zwar wegen einfacher oder schwerer Körperverletzung», sagt Fana Asefaw. Sie ist Kinder- und Jugendpsychiaterin und arbeitet als Leitende Ärztin bei der Klinik Clienia ­Littenheid in Winterthur.

NZZ am Sonntag, 08.07.2018

Teufelsaustreiber sieht sich nicht als Wunderheiler

In einem Bündner Mäiensäss ist es zu einer sogenannten Häuserbefreiung gekommen. Befreiungsdienstler Beat Schulthess erzählt, wie es dazu kam, und wie er das Gebäude «befreien» konnte.

Südostschweiz, 19.04.2018

Exorzismus ist wieder vermehrt gefragt

In den vergangenen Jahren ist es geläufiger geworden, dass sich Menschen bei einem Geistlichen melden, wenn sie den Eindruck haben, dass sie oder ihr Haus von etwas besessen sind. In diesem Fall würden die Menschen häufig einen Exorzisten aufsuchen, erklärt Religions- und Sektenexperte Georg Otto Schmid von der Informationsstelle Relinfo. Er betrachtet Exorzismus als eine der gefährlichsten spirituellen Praktiken.

Radio Life Channel, 22.03.2018

9 Jahre Haft für tödliche Dämonenaustreibung

Neun Jahre Freiheitsentzug wegen eventualvorsätzlicher Tötung hat das Bezirksgericht Frauenfeld (TG) am Freitag gegen einen knapp 51-jährigen Mann ausgesprochen, der seine erwachsene Tochter brutal zu Tode getrampelt hat. Er wollte sie von einem Dämon befreien.

Tele Top, 10.03.2018

Im Kampf mit finsteren Mächten

Auch in der Schweiz gibt es Menschen, die davon überzeugt sind, dass der Teufel existiert. Und dass seine Dämonen negativen Einfluss auf ihr Leben nehmen. Heilsarmeeoffizier Beat Schulthess betet schon seit 30 Jahren mit Leuten, die glauben, von solchen Wesen besetzt zu sein. Und generell registrieren die Kirchen eine erhöhte Nachfrage nach Exorzismen.

Migros-Magazin, 18.01.2018

Spukende Seelen lehrten die Basler das Fürchten

Ein ruheloser Torwächter, ein silbernes Glöcklein im Rhein oder der spukende Ketzer am Heuberg – Basel ist voll von Erzählungen umhergeisternder Seelen. Gänsehaut ist vorprogrammiert im zweiten Teil der Geschichten rund um Basel.

Tele Basel, 18.08.2017

«Schulthess ist ein Menschenkenner»

Der Religionswissenschaftler Georg Otto Schmid erklärt, warum Beat Schulthess derart erfolgreich ist und woher der Glaube an die dunklen Mächte kommt.

Landbote, 10.06.2017

Topic
Katholisches Medienzentrum