Wiedergutmachungsinitiative: Wallimann vertritt katholische Kirche

Bern, 1.12.14 (Kipa) Neu ist mit Thomas Wallimann auch ein Vertreter der katholischen Kirche im Unterstützungskomitee der Wiedergutmachungs-initiative zugunsten der Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Wallimann ist Präsident ad interim von Justitia et Pax. Dies meldete die NZZ am Sonntag am 30. November.

Über hundert Personen sind im Unterstützungskomitee der Wiedergutmachungsinitiative vertreten, mehrheitlich Politiker aller Parteien und Kulturschaffende und Medienleute. Auch der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes ist dabei. Neu hat auch die katholische Kirche einen Vertreter, Thomas Wallimann von Justitia et Pax. Die Nationalkommission der Schweizerischen Bischofskonferenz beschäftigt sich schwerpunktmässig – aus sozialethischer Perspektive – mit sozialen, gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragen.

Die Initiative fordert eine «Wiedergutmachung des Unrechts, das insbesondere Heimkinder, Verdingkinder, administrativ versorgte, zwangssterilisierte oder zwangsadoptierte Personen sowie Fahrende aufgrund fürsorgerischer Zwangsmassnahmen oder Fremdplatzierungen erlitten haben», so der Initiativtext. Ein Fonds mit über 500 Millionen Franken soll geschaffen werden, um Opfer solcher Massnahmen zu entschädigen. Die Initiative soll am 19. Dezember bei der Bundeskanzlei eingereicht werden. Bereits sind über 100.000 Unterschriften gesammelt.

Bereits am Runden Tisch beteiligt

Die Nationalkommission Justitia et Pax hat sich bereits zuvor bezüglich Umgang mit Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen engagiert. So beteiligte sich Generalsekretär Wolfgang Bürgstein im Namen der Bischöfe am Runden Tisch, an dem Opferorganisationen, Parteien, der Bund, der Bauernverband und die Kirchen diskutierten.

Die katholische Kirche steht wegen Missbrauchsfällen in ihren Institutionen in der Kritik. Vor zwei Jahren publizierten dazu im Kanton Luzern die katholische Kirche und der Kanton gemeinsam die Studie «Hinter Mauern», welche den Ursachen von Gewaltanwendungen in kirchlich geführten Erziehungsanstalten nachgeht. (kipa/arch/rp/bal)

1. Dezember 2014 | 15:33
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