Wahlen 15 – Philipp Müller beantwortet Gretchenfragen zu Religion

Aarau, 23.9.15 (kath.ch) Wie halten Sie es mit der Religion? Diese Frage stellt kath.ch Politikerinnen und Politikern vor den Wahlen 2015. Es handelt sich frei nach Goethe um die «Gretchenfragen»: Religiöse Symbole, Religion im Unterricht, Anerkennung des Islams, Religion und Politik in Bundesbern. Philipp Müller ist Präsident der FDP Schweiz.

Charles Martig

Welche Bedeutung dürfen religiöse Symbole in der Öffentlichkeit haben?

Philipp Müller: Jeder Person in der Schweiz ist es selbst überlassen, religiöse Symbole in der Öffentlichkeit zu tragen. Solche Symbole repräsentieren unsere Kultur und Geschichte bei christlichen Symbolen und die Glaubensfreiheit bei allen Symbolen.

Gilt das für alle Religionen?

Die Glaubens- und Gewissensfreiheit beinhaltet das Recht des Einzelnen, seine Religion frei zu wählen und zu praktizieren.

Soll christliche Religion in der Schule unterrichtet werden?

Müller: Christliche Religion darf an der Schule unterrichtet werden. Der Inhalt der Lehrpläne obliegt der kantonalen Hoheit.

Wie weit sollen sich Kirchen in der aktuellen Flüchtlingsfrage engagieren?

Müller: Die Kirche soll sich freiwillig und subsidiär dafür engagieren.

Wie stellen Sie sich zur staatlichen Anerkennung des Islams in der Schweiz?

Müller: Die Kirche obliegt der kantonalen Hoheit. Auf nationaler Ebene geht die Diskussion nur um die Gewährleistung von Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit.

Nehmen Sie die Aussagen der Kirchen zur Kenntnis und fliessen solche Informationen in Ihre politische Haltung mit ein?

Müller: Verschiedene Kirchen und Religionsgemeinschaften sind wichtig für die Schweizer Gesellschaft. Es ist jedoch wichtig, dass die Politik mit ihnen im Kontakt bleibt, damit ein Austausch über wichtige Themen und Aktualitäten stattfinden kann.

Welchem Kirchen- oder  Religionsvertreter würden Sie von sich aus eine Zutrittserlaubnis für das Bundeshaus erteilen?

Müller: Ich vergebe seit jeher keine Zutrtittsberechtigungen.

Was wünschen Sie sich als Politiker von der katholischen Kirche?

Müller: Ich wünsche mir von allen Religionen, dass sie offen bleiben für den Dialog.

Welche Rolle spielen Kirche und Religion in Ihrem Leben?

Müller: Sie sind eine Leitschnur für menschliche Grundwerte.

 

Kurzporträt Philipp Müller

Partei: FDP.Die Liberalen

Wohnort: Reinach, AG

Alter: 63

Beruf: Unternehmer

Zivilstand: geschieden

Webseite: www.philipp-mueller.ch

Philipp Müller, Parteipräsident FDP | © 2015 zvg
23. September 2015 | 07:30
Teilen Sie diesen Artikel!