Goldmine in Australien  | © pixabay.com CC0
Schweiz
Goldmine in Australien | © pixabay.com CC0

Verstärkter kirchlicher Einsatz für die Konzernverantwortungsinitiative

Zürich/Bern, 1.5.18 (kath.ch) Der Verein Kirche-Wirtschaft-Ethik stellt sich auf eine Abstimmungskampagne zur Konzernverantwortungsinitiative ein. In seinem ersten Newsletter weist der Verein auf die Bedeutung lokaler Tätigkeiten hin.

Der Verein, der sich kurz auch «Kirche für Kovi» (wie Konzernverantungsinitiative) nennt, würde im Sinn der Sache einen Rückzug der Initiative begrüssen. Denn mit einer gesetzlichen Regelung, wie sie ein Gegenvorschlag vorsieht, könnten die Anliegen des von über 140’000 Personen unterzeichneten Volksbegehrens deutlich schneller umgesetzt werden.

Zu viele Abstriche sind nicht akzeptabel

Doch der indirekte Gegenvorschlag, den die vorberatende Kommission des Nationalrats erarbeitet hat, beinhaltet für «Kirche-Wirtschaft-Ethik» bereits sehr weit führende Abstriche am Anliegen der Initiative, die von zahlreichen Persönlichkeiten aus dem kirchlichen Umfeld unterstützt wird. Diese will Schweizer Unternehmen darauf verpflichten, bei ihren internationalen Tätigkeiten Menschenrechte und Umweltstandards einzuhalten.

Die politische Debatte geht nun weiter: «Damit allenfalls ein sinnvoller Gegenvorschlag durch die beiden Räte kommt, müssen wir also weiter Druck machen», schreibt der Verein im Newsletter. «Kirche für Kovi» befürchtet, dass das Volksbegehren, wenn es den ganzen parlamentarischen Weg durchlaufen hat, nicht mehr dem Grundanliegen der Initiative entspricht. Für diesen Fall will auch «Kirche-Wirtschaft-Ethik» bereit sein, sich an der Abstimmungskampagne zu beteiligen.

Zürcher Pfarrkapitel wird direkt angesprochen

So sucht der Verein weiter nach Mitgliedern, Organisationen und Pfarreien oder Kirchgemeinden, welche sich hinter die Initiative stellen. Dafür wird mit dem am 30. April erstmals verschickten Newsletter geworben. Darin wird auch auf ein weiteres Handlungsfeld hingewiesen: Am 9. Mai kann «Kirche für Kovi» das Thema im reformierten Pfarrkapitel der Stadt Zürich vorstellen.

Die Unterstützung durch solche Organisationen wäre für den Verein ein wichtiges Zeichen nach aussen, heisst es im Newsletter. Kirchgemeinden und Pfarreien, welche das Anliegen unterstützen, hat der Verein bereits in den Kantonen Bern, Basel-Landschaft, Graubünden und St. Gallen gefunden. (ms)

Die Konzernverantwortungsinitiative will neu auch dem Volk eine Stimme geben

News ›
Medienspiegel ›
Katholisches Medienzentrum