Vatikan verurteilt Angriff auf Kinderkrankenhaus in der Ukraine
Der Vatikan verurteilt den von der Ukraine gemeldeten Anschlag auf ein Kinderkrankenhaus in Mariupol. «Es ist nicht hinnehmbar, dass ein Krankenhaus bombardiert wird. Es gibt keinen Grund, keine Motivation, so etwas zu tun», sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin der Zeitung «Il Messaggero».
Er sei sehr besorgt über das, was passiere, sagte Parolin weiter. Es sei nun wirklich ein kompletter Krieg.
Russischer Aussenminister wollte nichts garantieren
Der Kardinal nahm auch Bezug auf das Telefonat mit dem russischen Aussenminister, Sergej Lawrow, am Dienstag. Auf die Forderung nach einem Ende der bewaffneten Angriffe und nach humanitären Korridoren habe Lawrow ihm keine Garantien geben wollen. «Er hat mir zugehört und dann natürlich seinen Standpunkt dargelegt, und so sind wir verblieben», erzählte Parolin.
Der Vatikan verstärkte in den vergangenen Tagen erneut seine Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg. Neben dem Parolins Telefonat mit Moskau, entsandte Papst Franziskus auch zwei hochrangige Kardinäle ins Krisengebiet. Seit Wochen ruft das Kirchenoberhaupt zu Friedensgebeten für die Ukraine auf und verurteilt die Waffengewalt mit scharfen Worten. (cic)
Hier geht es zur › Bestellung einzelner Beiträge von kath.ch.




