Familie | pixabay.com CC0
Vatikan
Familie | pixabay.com CC0

Vatikan ruft Forschungsstelle für Familien ins Leben

Rom, 6.12.18 (kath.ch) Der Vatikan hat eine internationale Beobachtungsstelle für Familienfragen eingerichtet. Diese solle in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen weltweit ein umfassendes und reales Bild der Situation von Familien erarbeiten, erklärte Kurienerzbischof Vincenzo Paglia, Grosskanzler des Päpstlichen Instituts für Ehe und Familie, bei der Vorstellung am Donnerstag im Vatikan. Die Kirche basierend auf den Ergebnissen neue Wege finden, um Familien zu stärken.

Der Vatikan kooperiert bei dem Projekt hauptsächlich mit der katholischen Universität San Antonio de Murcia in Spanien, wo die Beobachtungsstelle auch angesiedelt ist. Massgeblich beteiligt ist zudem ein internationales Studienzentrum zur Familie in Mailand. Kooperationen mit Institutionen aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich gibt es bisher nicht.

Partner aus aller Welt

Zu den Projektpartnern zählen nach vatikanischen Angaben Universitäten und Institute in Mexiko, den USA, Argentinien, Chile, Benin, Kenia, Spanien, Italien, Finnland, Slowakei, Tschechien und Hongkong. Hauptsächlich handelt es sich um katholische Einrichtungen. Der Direktor des internationalen Studienzentrums zur Familie in Mailand, Francesco Belletti, kündigte an, die Beobachtungsstelle wolle neben staatlichen Instituten auch Forscher anderer Konfessionen einbinden. Laut Paglia soll zudem das Hilfswerk Caritas International einbezogen werden.

Armut – finanziell, strukturell, beziehungsmässig

Themen der Untersuchung sind Belletti zufolge Beziehungsarmut in Familien, aber auch strukturelle und finanzielle Armut. Eine Veröffentlichung von Ergebnissen sei für Mai 2020 und Mai 2021 geplant. Besondere Aufmerksamkeit gelte der Rolle von Frauen und Kindern sowie den Auswirkungen neuer Technologien auf Familien. (cic)

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