Bernard Anthony Hebda, Erzbischof von Saint Paul und Minneapoli, 2018
International

US-Bischöfe rufen Pius-Anhänger zur Rückkehr auf

Warnung und ausgestreckte Hand: US-Bischöfe verbinden klare Verbote mit der Einladung zur Rückkehr in die katholische Kirche. Warum Katholiken die Gottesdienste der Piusbruderschaft meiden sollen.

(KNA) Nach der Exkommunikation von Bischöfen der Piusbruderschaft durch den Vatikan reagieren US-amerikanische Bischöfe: Wie das private katholische Mediennetzwerk CNA/EWTN am Montag meldete, ermahnen mehrere katholische Bischöfe die Gläubigen, unrechtmässig gespendete Sakramente der Piusbrüder zu meiden.

Der Vatikan hatte die Exkommunikation von sechs Piusbrüdern, die Anfang Juli an den vom Papst verbotenen Bischofsweihen in Écône VS beteiligt waren, bestätigt. Damit sind sie aus der katholischen Kirche ausgeschlossen. Ausserdem hatte der oberste Glaubenshüter des Papstes, Kardinal Víctor Fernández, all jene, die sich der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. anschliessen, gewarnt: Auch sie seien dann schismatisch.

Besuch von Gottesdiensten verboten

Nun reagieren US-Bischöfe, in deren Diözesen sich Standorte der Piusbruderschaft befinden. Sie verbieten Katholiken ausdrücklich den Besuch von Gottesdiensten der Piusbruderschaft und fordern gleichzeitig regelmässige Besucher oder Priester der Piusbruderschaft auf, geistlichen Beistand zu suchen und zur katholischen Kirche zurückzukehren.

Einladung, «nach Hause» zu kommen

Der Erzbischof von Saint Paul und Minneapolis, Bernard Hebda, betonte, er habe «viele aufrichtige Menschen kennengelernt, die regelmässig oder gelegentlich in den Kapellen der Piusbruderschaft innerhalb unseres Erzbistums den Gottesdienst feiern».

Der Bridgeporter Bischof Frank Caggiano lud alle, die zuvor bei der Piusbruderschaft den Gottesdienst besucht hatten, ein, «nach Hause» zu kommen: «Mein Herz ist in diesem schmerzhaften Moment bei ihnen, und ich möchte, dass sie wissen, dass sie nach wie vor ein fester Bestandteil unserer Diözesanfamilie sind.» Er wies ausserdem darauf hin, dass die traditionelle lateinische Messe in seiner Diözese nach wie vor an mehreren Orten gefeiert wird.

Neue Leitlinien sollen helfen

Er werde «Leitlinien ausarbeiten, um unseren Klerus, die gläubigen Laien und insbesondere jene gläubigen Laien zu unterstützen, die vor Ort bei der Piusbruderschaft in St. Vincent de Paul in Kansas City am Gottesdienst teilgenommen haben», erklärte der Bischof von Kansas City-Saint Joseph, James Johnston.

Die Bischöfe Douglas Lucia aus Syracuse, Terry LaValley aus Ogdensburg, Donald Hying aus Madison und Erzbischof Shawn McKnight aus Kansas City äusserten sich in ähnlicher Weise.

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Bernard Anthony Hebda, Erzbischof von Saint Paul und Minneapoli, 2018
8. Juli 2026 | 09:00
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