International

Theologe sieht gute Ansätze für Euro-Islam

Berlin. 22.4.19 (kath.ch) Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, sieht ernstzunehmende Ansätze für die Herausbildung eines Euro-Islam. «Wir sind auf diesem Weg weiter, als vielen bewusst ist», sagte er der «Welt am Sonntag». Es gebe faszinierende Ansätze dafür.

«Wir erleben im Augenblick eine Pluralisierung des Islam in Europa», fügte der frühere Berliner Bischof hinzu. Es sei wichtig, diese Entwicklung wahrzunehmen und sie auch in den kulturellen Institutionen abzubilden. Als Beispiele nannte Huber die Einrichtungen für islamische Theologie an Hochschulen oder Debatten in den Medien, an denen muslimische Intellektuelle teilnähmen.

Auch der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Berlin, Andreas Nachama, erklärte, Christentum, Judentum und auch der Islam veränderten sich angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen in Europa. «Ich bin fest davon überzeugt, dass eine moderne Welt auch modern geprägte Religionen haben wird», sagte er. (kna)

Symbole verschiedener Religionen (Bahnhofkirche Zürich) | © Andrea Krogmann
22. April 2019 | 06:57
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