Papst Leo XIV. grüsst ein Baby bei der Generalaudienz am 21. Oktober 2026 auf dem Petersplatz im Vatikan.
Vatikan

Strahlender Papst nimmt nach Krebs-OP erstes Bad in der Menge

Am Sonntag hatte sich Leo XIV. erstmals nach seiner OP beim Mittagsgebet am Fenster seiner Wohnung gezeigt, 25 Meter über der jubelnden Menge auf dem Petersplatz. Am Mittwoch mischte er sich dann unter die Menschen.

Sabine Kleyboldt (CIC)

Papst Leo XIV. ist bei der ersten Generalaudienz nach seiner Krebs-OP gefeiert worden. Als er am Mittwoch gegen 9.40 Uhr im Papamobil auf den Petersplatz fuhr, war der Jubel der Zehntausenden gross. Der 71-Jährige stand wie üblich in dem weissen Gefährt, segnete kleine Kinder, wandte sich lächelnd und winkend nach allen Seiten, machte Scherze mit den Menschen und klatschte sich mit einigen ab.

Auf dem Platz ertönten laute Sprechchöre und Jubel, viele bekundeten ihre Sympathie für den Papst auf mitgeführten Transparenten. Trotz Regenschauern und Donners waren schon vor 8 Uhr Menschen vor den Petersdom geströmt.

«Danke für eure Unterstützung und Gebete»

Zu Beginn der Generalaudienz wandte sich der Papst direkt an die Menschen: «Die erste Sache, die ich euch sagen will: Danke. Danke für eure Unterstützung, für eure Gebete. Danke Gott für seine Grosszügigkeit. Erneuern wir alle unser Vertrauen in die Güte und Barmherzigkeit Gottes.»

Bereits am Sonntag beim Mittagsgebet vom Fenster seiner Wohnung im Apostolischen Palast, etwa 25 Meter über dem Petersplatz, hatte er den Menschen für ihre Gebete gedankt. Ebenso hob er die Unterstützung durch das ärztliche und Pflege-Team während seiner Zeit in der römischen Gemelli-Klinik hervor.

Ansprache und Gesang mit fester Stimme

Leo XIV. war am 13. Oktober der rechte untere Lungenlappen entfernt worden, wo sich ein bösartiger Tumor gebildet hatte. Am Samstag wurde er aus der Klinik entlassen worden, weil seine Genesung laut den Ärzten gut verlief. Ergebnisse einer Biopsie, die Aufschluss über mögliche weitere Behandlungen geben sollen, waren bis dato noch nicht bekannt.

Leo XIV. trug seine Ansprache sowie die anschliessenden Grüsse an Pilger der verschiedenen Sprachen mit fester Stimme vor; das Vaterunser nach dem Schlusssegen sang er wie üblich.

«Nein» der Kirche zur Abtreibung

In seiner geistlichen Betrachtung betonte Leo XIV. die Bedeutung der Ehe als «unauflösliche Einheit» der Liebe und unbedingten Treue. Die Ehe sei auf die «Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft» hingeordnet, zitierte er das Dokument «Gaudium et spes» aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965).

Weiter bekräftigte er das «Nein» der Kirche zur Abtreibung. «Das Leben muss, sobald es empfangen ist, mit grösster Sorgfalt geschützt werden; Abtreibung und Kindestötung sind abzulehnen», betonte Leo XIV. Indem sie menschliches Leben weitergeben und erziehen, würden die Eheleute zu «Mitarbeitern der Liebe Gottes», so Papst Leo XIV.

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Papst Leo XIV. grüsst ein Baby bei der Generalaudienz am 21. Oktober 2026 auf dem Petersplatz im Vatikan. | © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA
21. Oktober 2026 | 13:00
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