Schweiz

Stichwort: Allerheiligen und Allerseelen

Zürich, 1.11.17 (kath.ch) An Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) gedenken Katholiken der Verstorbenen. Eigentlich ist Allerheiligen der Gedenktag aller bekannten und unbekannten Heiligen, während erst Allerseelen der Totengedenktag ist.

An Allerseelen wird jener Toten gedacht, die sich, so nimmt die Kirche an, in einem Reinigungszustand befinden und die volle Gemeinschaft mit Gott noch nicht erreicht haben. Für diese Menschen wird gebetet, um ihnen zu helfen.

An beiden Tagen werden die Gräber auf den Friedhöfen von den Angehörigen geschmückt. Die Angehörigen Verstorbener entzünden das sogenannte Seelenlicht als Symbol für das Ewige Licht, das den Verstorbenen leuchtet. Allerheiligen und Allerseelen gründen in der Überzeugung, dass durch Jesus Christus eine Verbindung zwischen Lebenden und Toten besteht. In vielen katholischen Kantonen ist Allerheiligen ein dem Sonntag gleichgestellter Feiertag.

Nicht nur die offiziell Heiliggesprochenen

An Allerheiligen bekennt die Kirche, dass es eine grosse Schar von Menschen gibt, deren Leben für immer geglückt ist. Die Verkündigung ist vom Glauben geprägt, dass viele Verstorbene wie Heilige verehrt werden können. Von diesen Menschen nimmt die Kirche an, dass sie die höchste Vollendung ihres Lebens in Gemeinschaft mit Gott erreicht haben. Allerheiligen ist also nicht nur das Fest der offiziell Heiliggesprochenen.

In der abendländischen Kirche wird Allerheiligen seit dem neunten Jahrhundert am 1. November gefeiert. Als Initiator des Festes gilt der mittelalterliche Theologe Alkuin. Der am 2. November begangene Allerseelentag etablierte sich rund 200 Jahre danach, er ging vom französischen Benediktinerkloster Cluny aus. (sys)

Grab | © Regula Pfeifer
1. November 2017 | 05:12
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