Spitalschwestern verlassen Neuenburg

Neuenburg, 22.6.14 (Kipa) Rund 500 Personen haben den Abschiedsgottesdienst für die Ordensgemeinschaft der Töchter der Liebe von Besançon in Neuenburg besucht. Die Ordensfrauen verlassen den Ort und auch das Spital «La Providence», das sie vor 150 Jahren gründeten, wie Spitaldirektor Roger Natali auf der Homepage des Hauses festhält.

Die Schwestern pflegten von den Patienten als ihren «Herrgott» zu sprechen. Die letzten sieben Ordensfrauen verlassen nun den Ort. Bischofsvikar Jean-Jacques Martin erklärte während des Abschiedsgottesdienstes in seiner Würdigung, die Ordensfrauen seien für die Kranken «der Leib und das Antlitz Christi» gewesen. Seit 1811 hätten sie treu die Aufgabe wahrgenommen, die ihnen der damalige Bischof in der Westschweiz anvertraute. Sie sollten auf «protestantischem Gebiet» den Kranken nahe stehen. «Heute ist es an uns, diese Aufgabe wahrzunehmen», sagte der Bischofsvikar.

Der Orden Töchter der Liebe von Besançon wurde 1799 von Johanna Antida Thouret (1765-1826) gegründet. Die Frauen, die im caritativen Bereich tätig sind, sind auch als die «grauen Nonnen» bekannt. In der Schweiz haben sie verschiedene Niederlassung im französisch-sprachigen Landesteil. Die Ordensgründerin wurde 1934 von Papst Pius XI. heiliggesprochen. (kipa/rz/gs)

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