Schweiz

Simone Curau-Aepli kandidiert erneut als SKF-Präsidentin

Eigentlich wäre nach neun Jahren Schluss. Doch die Mitglieder des Frauenbunds schicken Präsidentin Simone Curau-Aepli (59) in die Verlängerung. Die Delegierten haben beschlossen, dass sie ein letztes Mal antreten kann. Zwei 30-jährige Frauen verstärken künftig den Vorstand.

Regula Pfeifer

Laut Statuten des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds (SKF) kann die Amtszeit im Verbandsvorstand nach neun Jahren um «maximal eine Amtszeit verlängert werden», sofern es «die Bedürfnisse des SKF erfordern». 

Die Delegierten sahen diesen Umstand nun als gegeben an. In der pandemiebedingten schriftlichen Abstimmung votierten sie dafür, dass Simone Curau-Aepli für eine vierte Amtszeit kandidieren darf. Und zwar als Mitglied des Verbandsvorstands und als Präsidentin. Die Wahl findet an der Delegiertenversammlung 2022 statt. Die aktuelle Abstimmung wurde am 17. Mai ausgezählt.

Karin Weber

Dabei wurden auch zwei neue Köpfe in den Verbandsvorstand gewählt: Karin Weber und Fabienne Roos. Beide sind 30 Jahre alt. Laut Website des SKF hat Karin Weber einen Bachelor in Business Administration absolviert und arbeitet als Stabstellenleiterin bei der Katholischen Kirche Luzern.

Fabienne Roos absolviert aktuell den Master «Changing Societies» in Basel. Gleichzeitig arbeitet sie als Redaktorin von «Startupticker». Das ist eine Schweizer Online-Plattform für junge Unternehmerinnen, Innovatoren und ihre Unterstützer. Sie publiziert in englischer Sprache.

Fabienne Roos

Roos und Weber sind motiviert, mit anderen Frauen eng zusammenzuarbeiten. Dies ist ihren Aussagen auf der Frauenbunds-Website zu entnehmen. Karin Weber betont ausserdem, dass sie sich für eine «solidarische, gerechte, chancengleiche Welt» einsetzen wolle. 

Sie haben auch Erfahrung mit Freiwilligenarbeit. Karin Weber engagiert sich seit 2019 im Vorstand des Vereins «Platzhalter». Dieser organisiert die Zwischennutzung eines Areals in Emmenbrücke LU, auf dem später das Zentrale Verwaltungsgebäude des Kantons Luzern gebaut wird. Früher war sie in der Pfadi und in einem Korbballverein engagiert.

Fabienne Roos hat sich früher in der Jugendmusik Inwil LU eingesetzt – auch als Präsidentin. Zudem unterstützte sie die örtliche Pfadi als Lagerköchin und als Leiterin von Kindergruppen. Und sie wirkte freiwillig bei «Pfasyl» mit, der Pfadi für Asylsuchende.

Zusammen mit den bisherigen Frauen Simone Curau-Aepli, Katharina Jost Graf, Iva Boutellier und Miriam Christen-Zarri bilden die zwei Newcomerinnen den insgesamt sechsköpfigen Vorstand. Alle engagieren sich ehrenamtlich für den Schweizerischen Frauenbund.

Simone Curau-Aepli | © zVg
27. Mai 2021 | 16:47
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