Niklaus Wolf von Rippertschwand | © niklauswolf.ch
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Niklaus Wolf von Rippertschwand | © niklauswolf.ch

Seligsprechung: Theologen in Rom attestieren Niklaus Wolf ein tugendhaftes Leben

Neuenkirch LU, 10.8.15 (kath.ch) Ein weiterer Schritt zur Seligsprechung des Bauern und Heilers Niklaus Wolf von Rippertschwand (1756-1832) aus Neuenkirch LU ist getan: Zwölf Theologen in Rom haben dem Heiler ein tugendhaftes Leben attestiert.

«Die Empfehlung der Theologen hat grosses Gewicht», sagte Felix Abgottspon, Präsident der Niklaus-Wolf-Stiftung, gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung (10. August). Die Zeichen für eine Seligsprechung stünden gut. «Wir hoffen, dass in zwei oder drei Jahren der definitive päpstliche Entscheid folgt.» Zuvor müssen Kardinäle der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse ihren Segen geben.

Erst muss aber das von Niklaus Wolf von Rippertschwand vollbrachte Wunder anerkannt werden, so die Zeitung. Geprüft wird, ob dank des Beistands des Heilers eine Nonne mit einer Augenkrankheit von einem auf den anderen Tag wieder viel besser sehen konnte. Das Wunder soll sich an einem Sonntag im Oktober 2006 zugetragen haben: Eine damals 74-jährige Ordensschwester besuchte in der Pfarrkirche Neuenkirch einen Gottesdienst und betete zu Ehren von Niklaus Wolf von Rippertschwand. Einen Tag später soll sich ihre Sehschärfe verdoppelt haben.

Im Jahr 2013 reichte das Bistum Basel die Unterlagen zur Wundertätigkeit des Heilers bei der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen ein. Dem vorangegangen waren jahrelange Bemühungen und Vorprüfungen, auch durch das Bistum Basel. Bereits seit 1955 setzte sich der katholische Volksverein des Kantons Luzern für die Seligsprechung dieses Mannes ein, wie die Neue Luzerner Zeitung am 6. November 2014, berichtete.

Niklaus Wolf von Rippertschwand wurde 1756 in der Nähe von Neuenkirch geboren, war als Bauer und Politiker tätig und zog später betend und heilend durch die Gegend. Über 1000 Gläubige pilgern jeden Monat ans Grab des Heilers in der Wallfahrtskapelle unterhalb der Neuenkircher Kirche, sagte Stefan Tschudi, Diakon in der Kirchgemeinde Neuenkirch, der Neuen Luzerner Zeitung (10. August) (rp)

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