Schweizergarde mit neuer Ausgeh-Uniform – gefertigt im Kanton Schwyz
Am Samstag findet die Vereidigung der neuen Schweizergardisten statt. Nun gibt es zur Feier auch eine neue Uniform – allerdings nicht für alle.
(KNA) Am Samstag werden 27 neue Schweizergardisten für Papst Leo XIV. feierlich vereidigt. Zu diesem Anlass hat die Päpstliche Garde ihre neue «Repräsentations-Uniform» vorgestellt. Die dunkelblaue Uniform, genannt «Mezza Gala», ist den neun höchstrangigen Offizieren vorbehalten, sagte Kommandant Christoph Graf am Donnerstag vor Journalisten in der Kaserne des Traditionskorps.
«Zwischending» fehlte
Sie basiert auf der Uniform, die Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt wurde und erst unter Papst Paul VI. ab 1976 nicht mehr in Gebrauch war. Ab dann habe es nur die «normale» Parade-Uniform und die grosse Gala-Uniform gegeben, ein «Zwischending» fehlte jedoch. Für die Teilnahme etwa an Botschaftsempfängen ausserhalb der Mauern des Vatikanstaates trugen die Offiziere Anzug und Krawatte, was auf Dauer nicht mehr angemessen schien, erläuterte Graf. Die jetzige «Mezza Gala» wurde nach historischen Studien entwickelt.
Tschako statt Pickelhaube
Die zweireihige Uniform mit goldenen Knöpfen wird durch je nach Rang gestaltete Schulterstücke und einen gelb-weissen Gürtel ergänzt, versehen mit der typischen Schnalle der Schweizergarde. Statt der Pickelhaube wird als Kopfbedeckung ein Tschako («Käppi») mit – je nach Rang – goldener Zierde getragen. Hergestellt wird die rund 1800 Franken teure Uniform in einer Traditionsschneiderei im Kanton Schwyz.
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