Kardinal Emil Paul Tscherrig
Schweiz

Schweizer Bischofskonferenz trauert um verstorbenen Kardinal Emil Paul Tscherrig 

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat mit tiefer Trauer vom plötzlichen Tod von Kardinal Emil Paul Tscherrig erfahren. Der aus dem Wallis stammende Kardinal ist am vergangenen Dienstag einem Herzversagen in Rom erlegen.

(woz) «Im Namen aller Bischöfe und Territorialäbte der Schweiz spricht die Schweizer Bischofskonferenz seiner Familie, seinen Angehörigen, der Diözese Sitten sowie allen, die seinen Dienst mit ihm geteilt haben, ihr aufrichtiges Beileid aus und versichert ihnen ihr Gebet in der Hoffnung auf den auferstandenen Christus», schreibt die Schweizer Bischofskonferenz in einer aktuellen Mitteilung.

Verliess Walliser Heimat

«Ein Wort aus dem Evangelium hat das Leben von Kardinal Emil Paul Tscherrig entscheidend geprägt: «Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen…» (Mk 10,29–30). Geboren am 3. Februar 1947 in Unterems (VS) in eine kinderreiche Familie, folgte er diesem Ruf, indem er seine Walliser Heimat verliess», so die SBK wörtlich.

Schweizer Bischofskonferenz mit Bischof Charles Morerod (Mitte) als Präsidenten, März 2026
Schweizer Bischofskonferenz mit Bischof Charles Morerod (Mitte) als Präsidenten, März 2026

Am 11. April 1974 sei Tscherrig in Sitten zum Priester geweiht worden, so die SBK. Seine Ausbildung habe ihn danach nach Rom an die Päpstliche Diplomatenakademie geführt; zugleich habe er an der Päpstlichen Universität Gregoriana ein Doktorat im kanonischen Recht erworben.

1996 zum Bischof ernannt

Im Dienst des Heiligen Stuhls sei Kardinal Emil Paul Tscherrig in zahlreichen diplomatischen Missionen tätig gewesen, unter anderem in Uganda, Korea und Bangladesch sowie im Staatssekretariat. 1996 sei er zum Apostolischen Nuntius in Burundi ernannt und im selben Jahr in Rom zum Bischof geweiht worden, so die SBK weiter. In der Folge habe er den Papst in verschiedenen Regionen der Welt vertreten, darunter in der Karibik, in Korea und der Mongolei, in den nordischen Ländern sowie in Argentinien.

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Im Jahr 2017 habe ihn Papst Franziskus zum Apostolischen Nuntius in Italien und San Marino berufen, eine erstmalige Ernennung eines Nicht-Italieners für dieses Amt. Am 30. September 2023 sei Kardinal Emil Paul Tscherrig in das Kardinalskollegium aufgenommen. Darüber hinaus übernahm er verschiedene Aufgaben innerhalb des Heiligen Stuhls und nahm am Konklave des Jahres 2025 teil.

«Christus ist meine Hoffnung»

«Sein bischöflicher Wahlspruch «Christus ist meine Hoffnung» bringt ein Leben zum Ausdruck, das ganz dem Evangelium und dem Dienst an der Weltkirche gewidmet war», würdigt die Bischofskonferenz. «Die SBK ist dankbar für seinen bemerkenswerten Weg, seine Offenheit im Dialog und sein Engagement für eine Kirche, die ihrer Sendung treu bleibt, den Menschen mit Achtung begegnet und zur Zusammenarbeit bereit ist. Im Glauben vertraut sie Kardinal Emil Paul Tscherrig der Barmherzigkeit Gottes an und lädt dazu ein, für die Ruhe seiner Seele zu beten.»


Kardinal Emil Paul Tscherrig | © Jacqueline Straub
15. Mai 2026 | 15:00
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