Papst Franziskus inmitten aktiver und emeritierter Schweizer Bischöfe | © Bistum LGF, Jean-Claude Gadmer
Schweiz
Papst Franziskus inmitten aktiver und emeritierter Schweizer Bischöfe | © Bistum LGF, Jean-Claude Gadmer

Schweizer Bischöfe wollen in der Ökumene mutig vorwärts gehen

Freiburg, 22.6.18 (kath.ch) Die Schweizer Bischöfe danken dem Papst für seine Aufforderung, mutig in der Ökumene weiterzugehen, wie es in einer Mitteilung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) vom Freitag heisst. Als Geschenk überreichten sie ihm eine Kopie der Schwarzen Madonna aus Einsiedeln.

Der Papst werde nicht müde zu wiederholen, Christinnen und Christen sollten «an die Ränder gehen». Seine Reise in die «reiche Schweiz» zeige daher, welch grosse Bedeutung der Pontifex der Ökumene beimesse.

Die SBK ist dankbar, dass der Papst sie dazu auffordert, den Weg der Ökumene mutig weiterzugehen. In seiner Predigt in der Palexpo-Halle habe Franziskus daran erinnert, dass Vergebung das grösste Geschenk Gottes sei. «Wer aus ganzem Herzen vergibt, macht den Vater glücklich, der uns alle ohne Gegenleistung liebt. Und er wird den Geist der Einheit über uns giessen», heisst es in der Mitteilung.

«Das Abendmahl kommt nach katholischer Ansicht erst am Schluss.»

In der Nachrichtensendung «10 vor 10» von Schweizer Fernsehen SRF (21. Juni) äusserte sich der Basler Bischof Felix Gmür zur Frage, wie diese Ökumene konkret aussehe. Er nahm dabei auf das Motto der Papstreise zum ÖRK Bezug: gemeinsam unterwegs sein, beten und arbeiten: «In der Schweiz arbeitet man in vielen ökumenischen Seelsorgestellen zusammen, in gewissen Städten betreibt man gemeinsam Kirchen.»

Gmür erwähnte auch den ökumenischen Religionsunterricht, den es vielerorts gebe. «Das sind kleine Schritte, einer nach dem andern. Das ist dem Papst wichtig», so Gmür.

Auf den «Zankapfel Abendmahl» angesprochen, sagte Gmür: «In der Apostelgeschichte heisst es, Christen sind dann eins, wenn sie den gleichen Glauben haben, wenn sie Gottesdienstgemeinschaft haben und wenn sie überhaupt zusammenleben.» Auch in ihrem Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung seien die christlichen Kirchen gemeinsam unterwegs. «Das Abendmahl kommt nach katholischer Ansicht erst am Schluss.»

Kopie der Schwarzen Madonna

Die Schweizer Bischöfe überreichten Papst Franziskus am Donnerstag eine Kopie der Schwarzen Madonna von Einsiedeln, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese werde auch in Argentinien verehrt. Das argentinische Kloster Los Toldos sei vor 70 Jahren von den Einsiedler Benediktinern gegründet worden. (sys)

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