Die RKZ tagt im Rittersaal des Bischöflichen Schlosses von Chur, 29. Juni 2025
Schweiz

RKZ genehmigt Budget und erstellt Finanzplan

Zum ersten Mal tagte die RKZ im Bischöflichen Schloss in Chur. Die Dachorganisation der Kantonalkirchen verabschiedete das Budget für 2026 und stellte einen Finanzplan für die Mitfinanzierung auf. Gelder werden künftig umgeschichtet.

Jacqueline Straub

Vergangene Woche tagte die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) im Bischöflichen Schloss in Chur. Die Plenarversammlung fand im altehrwürdigen und frisch renovierten Rittersaal statt. Bischof Joseph Maria Bonnemain hielt beim Empfang der Delegierten sogar eine Rede.

Die Delegierten verabschiedeten dort etwa das Budget 2026 und berieten über einen Finanzplan für die Mitfinanzierung 2027 bis 2030. Damit schafft die RKZ die finanzielle Grundlage für die kontinuierliche Unterstützung kirchlicher Aufgaben auf nationaler und sprachregionaler Ebene.

Sonderfinanzierung von 420’000 Franken

Das Budget 2026 sieht Gesamtausgaben in der Höhe von 14’191’600 Franken vor, heisst es in einer Medienmitteilung der RKZ. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 200’000 Franken. Dieser Mehraufwand dient der 2024 beschlossenen Grundfinanzierung der Seelsorge in den Bundesasylzentren. Zudem wird die Sonderfinanzierung von 420’000 Franken für die Missbrauchsstudie bis Ende 2026 weitergeführt.

Der Finanzplan für die Mitfinanzierung sieht vor, mit welchen Beiträgen in den kommenden Jahren verschiedenen Aufgabenfelder unterstützt werden. Für den Zeitraum 2027 bis 2030 wurde der Finanzrahmen zur Mitfinanzierung kirchlicher Institutionen auf 8,6 Millionen Franken (ab 2027) und 8,5 Millionen Franken (ab 2028) festgelegt.

Verteilung der Mittel

Durch diese Reduzierung bei der Mitfinanzierung der Schweizer Bischofskonferenz und der RKZ sollen Mittel frei werden für die Unterstützung von Präventions- und Interventionsmassnahmen gegen sexuellen Missbrauch sowie die solidarische Unterstützung der Seelsorge in den Asylzentren des Bundes.

Die Verteilung der Mittel auf die rund 40 unterstützten Institutionen wird im Herbst 2025 durch die paritätischen Gremien von RKZ und SBK beraten und der Plenarversammlung im November zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt, heisst es in der Mitteilung.

Neuer Leitfaden für Migrationspastoral

Bei der Plenarversammlung wurde zudem beschlossen, eine externe Revisionsgesellschaft mit der Prüfung zu beauftragen. So soll weiterhin eine professionelle und unabhängige Finanzkontrolle sichergestellt sein.

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Ebenfalls wurde ein neuer Leitfaden für die Schaffung, personelle Ausstattung und Evaluation von Einrichtungen der Migrationspastoral verabschiedet. «Das von der Dienststelle Migratio entwickelte Dokument soll die Entscheidungsträgerinnen und -träger auf nationaler Ebene, auf Ebene der Bistümer, der kantonalkirchlichen Organisationen sowie deren landeskirchlichen Verbände dabei unterstützen, ihre anderssprachigen Seelsorgeangebote zu gestalten», heisst es in der Mitteilung.


Die RKZ tagt im Rittersaal des Bischöflichen Schlosses von Chur, 29. Juni 2025
2. Juli 2025 | 15:05
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