Pascale Huber, Geschäftsführerin Reformierte Medien  | © Regula Pfeifer
Schweiz
Pascale Huber, Geschäftsführerin Reformierte Medien | © Regula Pfeifer

Reformiertes Magazin «Bref» erhält Rettungsanker

Zürich, 15.6.18 (kath.ch) Die Reformierten Medien können nächstes Jahr mit demselben Budget weiterarbeiten. Das hat die Generalversammlung ihres Vereins am Mittwoch beschlossen. Das sogenannte Rettungspaket sei genehmigt worden, erklärte die Geschäftsführerin Pascale Huber.

Regula Pfeifer

«Das Rettungspaket ist am Mittwoch genehmigt worden», sagte Huber gegenüber kath.ch. Das heisse für die Reformierten Medien konkret: «Wir machen mit dem vollen Programm sicher ein Jahr, vielleicht auch zwei Jahre weiter.» Der Entscheid der Kantonalkirchen ist laut Huber ein grundsätzliches Ja für die Reformierten Medien. Nun gehe es um eine Präzisierung des Auftrags.

Austritt wegen «Bref»

Auch die Publikation des Magazins «Bref» ist damit laut Huber vorläufig gesichert. Dieses alle zwei Wochen erscheinende Printprodukt ist unter den reformierten Kirchen umstritten.

Aus Opposition gegen das Magazin beschlossen die reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn 2017 gar, per Ende 2018 aus dem Verein auszutreten. Andreas Zeller, Synodalratspräsident der Berner Reformierten, bezeichnete «Bref» gegenüber dem «Bund» (16. November 2017) als «viel zu teuer». Zudem enthalte es weniger Informationen über die Kantonalkirchen als sein publizistischer Vorgänger, die «Reformierte Presse».

Übrige Kirchen zeigen sich solidarisch

Für den Fehlbetrag, der mit dem Austritt von Bern-Jura-Solothurn entsteht, kommen die übrigen reformierten Kirchen der Deutschschweiz auf. Das haben sie am Mittwoch beschlossen. Sie werden alle ihren Beitrag erhöhen – und zwar entsprechend dem Verteilschlüssel, der auch sonst für gesamtkirchliche Finanzierungen gilt.

Trotz ihrem Austritt leisten die reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn weiterhin einen freiwilligen Beitrag an den Verein Reformierte Medien. Dieser beträgt ab nächstem Jahr statt 405’000 Franken Mitgliederbeitrag wie bisher nur noch 250’000 Franken. «Die Verhandlungen mit der Berner Kirche laufen weiter», sagt Pascale Huber. «Wir können unterdessen weitermachen – allerdings wie bisher unter finanziellem Druck.»

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