Reformation und «arabischer Frühling» in Biel
Biel, 10.1.17 (kath.ch) Thomas Wittenbach heisst der Reformator, der die Reformation nach Biel brachte. Zu seinen Schülern gehörte auch der Zürcher Ulrich Zwingli. Anlässlich des Reformationsjubiläums gedenkt Biel Wittenbachs mit einer Ausstellung und stellt Bezüge zum Islam her.
Die Ausstellung startet am 18. März und schliesst am 8. April, teilt die reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn mit. Am Jubiläumsgedenken beteiligen sich die deutschsprachigen und die frankophonen Kirchgemeinden. Verschiedene Veranstaltungen sollen in der Stadt durchgeführt werden.
Die Bevölkerung wird eingeladen, mit einem gemeinsamen, kritischen und erhellenden Blick auf das Geschehen der Reformation einzugehen, die sich 2017 zum 500. Mal jährt. Martin Luther schlug am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasshandels an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg an.
Die Anlässe in Biel schlagen auch eine Brücke zum Islam. Am 31. Januar beleuchtet eine Konferenz die Bedeutung der Schrift für die Reformation und den Islam. Am 23. März werden in einer Podiumsdiskussion die Aufbrüche des sogenannten «arabischen Frühlings» jenen der Reformation gegenüber gestellt. Als Arabischer Frühling wird eine Protestaktion bezeichnet, die 2010 in Tunesien ihren Anfang nahm und auf verschiedene arabische Länder übergriff. (gs)
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