Kyrill I., Patriarch von Moskau und ganz Russland.
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Patriarch Kyrill I.: Russen sollen sich hinter den Kreml stellen

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat seine Landsleute aufgerufen, sich hinter die Staatsführung zu stellen. So werde das russische Volk die Fähigkeit haben, «äussere und innere Feinde abzuwehren».

«Möge der Herrgott uns allen in dieser schweren Zeit für unser Vaterland helfen, uns zu vereinen, auch um die Staatsorgane herum», sagte das Kirchenoberhaupt am Sonntag in Moskau in einem Gottesdienst. Zugleich solle Russlands Führung Verantwortung für ihr Volk zeigen und diesem dienen.

«Dann wird unser Volk echte Solidarität und die Fähigkeit haben, äussere und innere Feinde abzuwehren und unser Leben so zu gestalten, dass in diesem Leben so viel Gutes, Wahrheit und Liebe wie möglich gibt», zitiert die Kirche weiter aus Kyrills Predigt.

«Metaphysischer Kampf» gegen das Böse

Der Patriarch ist ein enger Verbündeter von Kreml-Chef Wladimir Putin. Russlands Krieg gegen die Ukraine rechtfertigte Kyrill I. Anfang März als «metaphysischen Kampf» des Guten gegen das Böse aus dem Westen.

Vor einer Woche forderte er die Soldatinnen und Soldaten bei einem Gottesdienst in der Hauptkirche der Streitkräfte auf, ihren Eid zu erfüllen. Sie sollten bereit sein, ihr Leben für ihre Nächsten zu geben, wie es die Bibel besage. Im Ausland werden viele seiner Äusserungen zum Krieg scharf verurteilt. (kna)


Kyrill I., Patriarch von Moskau und ganz Russland. | © KNA
10. April 2022 | 16:41
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