Pater Kolumban Reichlin trifft Papst Franziskus
Der Einsiedler Benediktiner Kolumban Reichlin (50) ist seit Oktober neuer Kaplan der Schweizergarde. Am Freitag hatte er seinen Antrittsbesuch bei Papst Franziskus. Dabei ging es auch um den Neubau der Kaserne.
Der neue Gardekaplan der Päpstlichen Schweizergarde, Kolumban Reichlin (50), hat sich am Freitag bei Papst Franziskus vorgestellt. Der Benediktiner aus der Abtei Einsiedeln ist seit Mitte Oktober Seelsorger für die gut 130 Schweizergardisten im Vatikan. Er habe mit Franziskus über «auch über die Heiratsmöglichkeit der Gardisten und über die Familienpastoral gesprochen», zwei Themen, die dem Papst sehr am Herzen lägen, sagte der Geistliche anschliessend. Es sei auch um den Neubau der Kaserne gegangen.
«Ich habe es immer wieder gehört und nun selber erlebt», so Pater Kolumban, «dass der Papst auch betreffs Schweizergarde gut informiert ist, sogar Namen kennt und sich vor allem für eine gute menschlich-spirituelle Entwicklung jedes Einzelnen interessiert». Insgesamt sei es eine «erbauende, sehr persönliche Begegnung mit Papst Franziskus» gewesen.
Persönlichen Gespräche im Zentrum
Kurz nach seinem Amtsantritt hatte der Schweizer Benediktiner in einem Interview als eine seiner wichtigsten Aufgaben persönliche Gespräche mit Gardisten genannt. Zudem wolle er nach der Pandemie wieder Reisen und Wallfahrten aufnehmen und den jungen Männern zudem die Vielfalt der Römischen Kurie mit ihren vieleninternationalen Aufgaben näherbringen.
Als Gardeseelsorger ist der Ordensmann auch für die 22 Familien der Gardisten zuständig, die mit ihren Kindern nicht in eine Pfarrei eingebunden sind. Die Aufgabe ist zunächst auf fünf Jahre angelegt, kann aber verlängert werden.
Früher war Reichlin in St. Gerold
Vor seiner Tätigkeit im Vatikan war Reichlin kurzzeitig im «Institut im Reusshaus» in Luzern tätig. Davor wiederum war er gut zehn Jahre lang Propst in der Gemeinde Sankt Gerold im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Die Propstei gehört zum Kloster Einsiedeln. Im Vatikan folgte er Thomas Widmer nach, der in die Pfarrei Herz Jesu nach Zürich-Oerlikon wechselte. (cic)
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