Papst will Sexual-Lehre der Kirche nicht ändern
Wohin steuert die katholische Kirche unter Leo XIV? Seit seiner Wahl am 8. Mai hat der Papst einige Signale gesetzt. Nun hat er sich erstmals klar in einem Interview geäussert – auch zu heissen Themen in der Kirche.
(CIC) Papst Leo XIV. hat sich eindeutig gegen eine Änderung der kirchlichen Lehre zur menschlichen Sexualität ausgesprochen. In einem Interview mit der US-amerikanischen Vatikankorrespondentin Elise Ann Allen sagte er, er wolle wie sein Vorgänger Franziskus jeden Menschen unabhängig von seiner Identität willkommen heissen; die Lehre der Kirche zur Sexualität werde sich aber in absehbarer Zeit nicht ändern.
LGBTQ-Themen polarisieren
Alle LGBTQ-Themen führten zur Polarisierung in der Kirche, er wolle nicht weiter zu dieser Polarisierung beitragen, so der Papst. Die traditionelle Familie aus Vater, Mutter und Kindern müsse wieder anerkannt und gestärkt werden, sie habe in den vergangenen Jahrzehnten «manchmal gelitten.» Er teile die Einschätzung aus anderen Erdteilen, dass westliche Gesellschaften derzeit zu sehr fixiert seien auf Fragen der sexuellen Identität.
Das Interview ist Teil eines Buchs, dessen Veröffentlichung am heutigen Donnerstag in Peru erwartet wird. Allen veröffentlichte zentrale Aussagen des Papstes aus dem Interview am Donnerstagmorgen vorab in Rom. Erste Teile hatte sie bereits am Sonntag publiziert.
Der heutige Papst war lange Zeit in Peru als Missionar und Bischof tätig.
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