Papst wäscht Häftlingen die Füsse
Papst Franziskus wird an Gründonnerstag in einem Gefängnis nahe Rom Häftlingen die Füsse waschen. Mit dem Besuch im Gefängnis knüpft er an eine Tradition an, die er vor der Pandemie pflegte.
In der Justizvollzugsanstalt von Civitavecchia werde das Kirchenoberhaupt den Gottesdienst zur Erinnerung an das Letzte Abendmahl Jesu feiern und anschliessend zwölf Insassen die Füsse waschen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Vereinigung italienischer Gefängnisseelsorger am Mittwoch hervor.
Auch vor der Pandemie feierte Franziskus die Gründonnerstagsmesse traditionell ausserhalb des Vatikan. Neben Sozialeinrichtung besuchte er bereits verschiedene Haftanstalten. In den vergangenen zwei Jahren entfielen diese Treffen coronabedingt.
Erinnerung an Demutsgeste von Jesus
2020 feierte Franziskus die Eröffnung der Osterfeierlichkeiten im Petersdom, im vergangenen Jahr sorgte sein Besuch bei dem mittlerweile im Zusammenhang mit Immobilienspekulationen angeklagten Kurienkardinal Giovanni Angelo Becciu für Aufsehen.
Die Messe an Gründonnerstag eröffnet die katholischen Feierlichkeiten zum Gedenken an Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu. Sie bildet damit den Auftakt zu Ostern, dem wichtigsten Fest des Christentums. Der symbolträchtige Ritus der Fusswaschung erinnert an die Demutsgeste Jesu, der seinen Jüngern vor dem Letzten Abendmahl die Füsse wusch. Die Handlung soll ein Zeichen der Liebe und Verbundenheit sein. (cic)
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