Papst Franziskus im Gebet | ©  Oliver Sittel
Vatikan
Papst Franziskus im Gebet | © Oliver Sittel

«Charlie Hebdo»: Papst betet für die Opfer und für die Grausamen

Um Morgengebet ergänzte Fassung

Rom, 8.1.15 (kath.ch) Papst Franziskus hat den Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» am Mittwochabend «aufs Schärfste» verurteilt und betete für die Opfer und für die Grausamen.
Diese tödliche Gewalt sei «abscheulich, welche Motive sie auch immer gehabt haben mag», heißt es in einer Erklärung von Vatikansprecher Federico Lombardi. Der Papst fordere jeden auf, sich «mit allen Mitteln der Ausbreitung von Hass und jeder Form von moralischer oder körperlicher Gewalt entgegenzustellen». Sie gefährdeten das «fundamentale Gut des friedlichen Zusammenlebens zwischen den Völkern und Personen», so Lombardi. Das Leben und die Würde aller Menschen müssten mit Entschiedenheit geschützt werden.

In seiner Morgenmesse rief Franziskus am Donnerstag im Vatikan zum Gebet für die Opfer des Anschlags in Paris auf: «Beten wir in dieser Messe für die Opfer dieser Grausamkeit», so der Papst. Zugleich bat er für die Grausamen, dass Gott ihre Herzen ändere. Diese Tat führe die Fähigkeit des Menschen zu Grausamkeit und Terror vor Augen, sagte er in seiner Predigt im Gästehaus Santa Marta.

Von den Schweizer Bischöfen liegt bis zur Stunde noch keine Stellungnahme vor.

Bei einem Anschlag auf das islamkritische Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris waren am Mittwoch mindestens zwölf Menschen erschossen und vier schwer verletzt worden. Zwei vermummte Männer mit Schnellfeuerwaffen überfielen am Mittwochvormittag die Redaktion der Satirezeitung. (kna/dsw)

News ›
Medienspiegel ›
Katholisches Medienzentrum