Good bye! Papst Leo XIV. winkt zum Abschied am 2. Dezember 2025 während der Abschiedszeremonie am Flughafen von Beirut (Libanon).
Vatikan

Papst sieht seine Nahostreise als Hoffnungszeichen für Frieden

Sechs Tage hat Papst Leo XIV. in der Türkei und im Libanon verbracht. Seine persönliche Bilanz der Reise fällt positiv aus. Er sieht Anzeichen dafür, dass Frieden über Religionsgrenzen hinweg möglich ist.

(CIC) Eine optimistische Bilanz seiner jüngsten Nahostreise hat Papst Leo XIV. gezogen. Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz sagte er am Sonntag, die Begegnungen in der Türkei und im Libanon hätten gezeigt, «dass Frieden möglich ist und dass Christen im Dialog mit Männern und Frauen anderer Glaubensrichtungen und Kulturen zu seiner Verwirklichung beitragen können.»

Über seine persönlichen Erfahrungen im Libanon berichtete der Papst: «Die Libanesen warteten auf ein Wort und eine tröstende Gegenwart, aber sie waren es, die mich mit ihrem Glauben und ihrer Begeisterung getröstet haben!» Weiter sagte er: «Ich habe Menschen getroffen, die das Evangelium verkünden, indem sie Vertriebene aufnehmen, Gefangene besuchen und ihr Brot mit Bedürftigen teilen. Es hat mich getröstet, so viele Menschen auf der Strasse zu sehen, die mich begrüssten, und die Begegnung mit den Angehörigen der Opfer der Explosion im Hafen von Beirut hat mich bewegt.»

Erinnerung an historische Jahrestage

In seiner Ansprache erinnerte der Papst auch an die vor genau 60 Jahren in Rom veröffentlichte gemeinsame Erklärung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras, mit der die gegenseitige Exkommunikation von Orthodoxen und Katholiken nach über 900 Jahren beendet wurde. Er sagte: «Wir danken Gott und erneuern unser Engagement auf dem Weg zur vollen sichtbaren Einheit aller Christen.»

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Auch an das Zweite Vatikanische Konzil, das am 8. Dezember 1965 endete, erinnerte der Papst. Er verglich es mit einem Bild des Propheten Jesaja in der Bibel und sagte: «Auf den Trieb, der aus einem scheinbar toten Baumstumpf spriesst, beginnt der Heilige Geist mit seinen Gaben zu wehen.» Das sei «die Erfahrung, die die Kirche beim Zweiten Vatikanischen Konzil gemacht hat». Bei der grössten Kirchenversammlung der Geschichte beschlossen die katholischen Bischöfe aller Erdteile vor 60 Jahren umfangreiche Reformen und eine Öffnung zum Dialog mit anderen Kirchen und Glaubensgemeinschaften.


Good bye! Papst Leo XIV. winkt zum Abschied am 2. Dezember 2025 während der Abschiedszeremonie am Flughafen von Beirut (Libanon). | © KNA
8. Dezember 2025 | 13:30
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