Bischof Paul Hinder an Nachtmesse vor St. Mary's in Dubai, 2016 | © zVg
Vatikan
Bischof Paul Hinder an Nachtmesse vor St. Mary's in Dubai, 2016 | © zVg

Papst reist nach Abu Dhabi unter dem Motto des franziskanischen Friedensgebets

Rom, 6.12.18 (kath.ch) Papst Franziskus besucht vom 3. bis 5. Februar das Emirat Abu Dhabi und nimmt dort an einem interreligiösen Treffen teil. Das gab der Vatikan am Donnerstag bekannt. Der Papst habe eine Einladung von Kronprinz Muhammad bin Zayid Al Nahyan angenommen, hiess es. Zugleich reise er auf Einladung der katholischen Kirche in den Vereinigten Emiraten. Die interreligiöse Begegnung, an der Vertreter unterschiedlicher Nationen teilnehmen sollen, steht unter dem Thema «Human Fraternity».

Das Motto der Papstreise selbst lautet «Make Me a Channel of Your Peace», wie der Vatikan bekanntgab. Dies ist die englische Fassung eines bekannten Friedensgebets, das im Deutschen «Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens» lautet – historisch unzutreffend – dem heiligen Franz von Assisi zugeschrieben wird. Das Logo der Reise zeigt den Umriss einer Taube mit einem Olivenzweig; in den Flügeln erscheinen die Nationalfarben der Emirate Rot, Grün, Weiss und Schwarz.

Papst will «Werkzeug des Friedens» sein

Vatikansprecher Greg Burke erklärte, der Papst wolle als «Werkzeug des Friedens» in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen. Thema des Besuchs werde sein, wie «Menschen guten Willens» für den Frieden arbeiten können. Diese Reise wie auch der Besuch des Papstes in Ägypten im April 2017 solle die Bedeutung unterstreichen, die Franziskus dem interreligiösen Dialog gebe, so der Sprecher.

Es ist das erste Mal, dass ein katholisches Kirchenoberhaupt in die Arabischen Emirate reist. Die katholische Kirche ist dort nicht als Bistum, sondern in der Form eines Apostolischen Vikariats organisiert, zu dem auch Jemen und der Oman gehören. Leiter ist der Schweizer Kapuziner und Bischof Paul Hinder (76). Auf einem Gebiet, das der neunfachen Fläche Deutschlands entspricht, leben Schätzungen zufolge 2,2 Millionen Katholiken, fast ausnahmslos Gastarbeiter. (cic)

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