Papst Leo auf dem Weg von Algerien nach Kamerun
Das erste Ziel der elftägigen Afrikareise von Leo XIV. war Algerien. Dort besuchte er eine Moschee und den Wirkungsort des heiligen Augustinus. Am Morgen brach er zu seinem nächsten Etappenziel auf: Kamerun.
(CIC) Papst Leo XIV. befindet sich auf dem Weg von Algerien nach Kamerun, dem zweiten Ziel seiner elftägigen Afrikareise. Am Mittwochmorgen besuchte er nach einer privaten Messe ein von Ordensfrauen geleitetes Kinderheim, wie der Vatikan mitteilte. Anschliessend wurde er von Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune am Internationalen Flughafen von Algier mit militärischen Ehren verabschiedet.
Empfang beim ältesten Staatschef der Welt
Nach rund fünf Stunden Flug soll die Papst-Maschine, ein Airbus A330-900neo der Fluggesellschaft ITA Airways, gegen 16.20 Mitteleuropäischer Sommerzeit am Flughafen von Kameruns Hauptstadt Yaoundé landen. Leo XIV. wird neben seinem Mitarbeiterstab von rund 70 Medienschaffenden begleitet. In Kamerun soll er von Präsident Paul Biya (93) empfangen werden, dem ältesten Staatschef der Welt.
Bei einer Begegnung mit Vertretern von Behörden, Zivilgesellschaft und dem Diplomatischen Corps im Präsidentenpalast ist die erste Ansprache des Papstes in dem zentralafrikanischen Land vorgesehen. Nach dem Besuch eines Waisenhauses folgt ein privates Treffen des Kirchenoberhaupts mit Kameruns Bischöfen.
Dank für Algeriens Gastfreundschaft
Nach dem dreitägigen Aufenthalt in Algerien dankte der Papst in einem Schreiben an Präsident Tebboune für die Gastfreundschaft des «geliebten algerischen Volkes». Er bete für die Nation und wünsche ihr göttlichen Segen für Frieden und Freude, schrieb Leo XIV. nach dem Start Richtung Kamerun in einem Telegramm. Diese Form der Kommunikaton entspricht den diplomatischen Gepflogenheiten des Heiligen Stuhls.
Kamerun war auch deutsche Kolonie
In Kamerun wird der Papst bis Freitag bleiben. Wie Algerien blickt das Land auf eine lange Kolonialgeschichte. Nach der deutschen Kolonialherrschaft (1884-1916) wurde die Region zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Nach der Unabhängigkeit 1960/61 entstand ein Staat, der bis heute mit dem Erbe der Zweisprachigkeit und mit internen Konflikten zu kämpfen hat.
Weitere Stationen der Afrikareise Leos XIV. sind bis 23. April Angola und Äquatorialguinea. Es ist die bisher längste Reise des Oberhaupts von rund 1,4 Milliarde Katholiken, der als erster gebürtiger US-Amerikaner das Papstamt innehat.
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