Papst Franziskus verurteilt die Todesstrafe

Rom, 21.3.15 (kath.ch) Papst Franziskus hat die Todesstrafe entschieden verurteilt. Die Tötung eines Menschen sei selbst nach schlimmsten Vergehen nicht hinnehmbar, schrieb er in einem vom Vatikan veröffentlichten Brief, den der Papst am Freitag einer internationalen Delegation gegen die Todesstrafe überreichte. Hinrichtungen seien ein Angriff auf die Heiligkeit des Lebens und die Würde des Menschen.

Nach Franziskus’ Worten widersprechen sie «den Plänen Gottes für die Menschen und der göttlichen Barmherzigkeit». Zudem fördere sie keinesfalls die Gerechtigkeit, sondern nur die Rachsucht von Hinterbliebenen. Justiz und Richter könnten auch Fehler begehen, fügte Franziskus hinzu.

Die Internationale Kommission gegen die Todesstrafe wurde 2010 in Madrid gegründet und wird von Genf aus geleitet. Ihr Hauptziel ist es, ein weltweites Moratorium von Hinrichtungen zu erreichen. Präsident der Kommission ist der ehemalige Leiter der Unesco, Federico Mayor Zaragoza. Dem Gremium gehören hochrangige Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern der Erde an. (cic)

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