Papst Franziskus.
Vatikan

Papst Franziskus: Missbrauch ist Gefahr für das Wohlergehen des Volkes Gottes

Den Kampf der katholischen Kirche gegen den sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche will Papst Franziskus weltweit verstärken. Dies teilte er in einem Schreiben an Bischöfe und Experten in Lateinamerika mit.

In diesem Schreiben von Franziskus stand unter anderem, er habe die Päpstliche Kinderschutzkommission beauftragt, in allen Ländern zu überprüfen, ob die Kirche das Nötige tue, um Missbrauch zu verhindern und zu ahnden.

Botschaft Jesu entwerten

Weiter geisselt der Papst darin den Missbrauch und seine Vertuschung mit ungewöhnlich scharfen Worten. «Wer auch immer die Auswirkungen kleinredet oder die aktuelle Gefahr verharmlost, entehrt jene, die so viel gelitten haben und betrügt die, denen zu dienen er vorgibt», so Franziskus. Der Missbrauch sei zu jeder Zeit eine «Gefahr für das Wohlergehen des Volkes Gottes und wer schlecht damit umgeht, entwertet die Botschaft Jesu».

Rosenkranz auf einem zerstörten Kinderfoto.
Rosenkranz auf einem zerstörten Kinderfoto.

Anlass für das Papstschreiben ist der Zweite Lateinamerikanische Kongress zur Verhinderung von sexuellem Missbrauch in der Kirche. Beim ersten Kongress im Jahr 2019 hatten mehr als 400 Personen aus allen Teilen Lateinamerikas teilgenommen. Zu den Referenten in diesem Jahr gehören Jesuitenpater Hans Zollner von der Päpstlichen Universität Gregoriana, der Leiter der Päpstlichen Kinderschutzkommission, Kardinal Sean O’Malley, und der Erzbischof von Malta, Charles Scicluna. (cic)

Papst Franziskus. | © KNA
14. März 2023 | 16:41
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