Jerusalem: Altstadt und Tempelberg | © Andrea Krogmann
Vatikan
Jerusalem: Altstadt und Tempelberg | © Andrea Krogmann

Papst besorgt über Lage in Jerusalem

Rom, 6.12.17 (kath.ch) Papst Franziskus hat sich «tief besorgt» über die Situation um Jerusalem geäussert. Er hoffe, dass sich «Weisheit und Klugheit durchsetzen», damit keine neuen Spannungen zu der schon von Konflikten gezeichneten Weltlage hinzukämen, sagte er am Ende seiner Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan.

Gleichzeitig richtete das Kirchenoberhaupt einen «dringenden Appell» an alle, den Status quo der Stadt und die betreffenden Resolutionen der Vereinten Nationen zu respektieren. Jerusalem sei Juden, Christen und Muslimen heilig und habe eine «besondere Berufung zum Frieden», so der Papst. Diese Identität Jerusalems müsse bewahrt und gestärkt werden zum Wohl des ganzen Heiligen Landes und des ganzen Nahen Ostens.

Generalaudienz: Sorge über Jerusalem

Kein Zweifel für Franziskus: Jerusalem ist eine einzigartige Stadt und zwar für Juden, Christen und Muslime. Bei der heutigen Generalaudienz ging er auch auf die jüngsten Ankündigungen, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Hier unser Video!

Posted by Radio Vatikan on Mittwoch, 6. Dezember 2017

Am Mittwoch will US-Präsident Donald Trump bekanntgeben, dass die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Das hatte das Weisse Haus am Dienstagabend (Ortszeit) bestätigte. Eine Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem solle folgen, werde aus «logistischen Gründen» zunächst jedoch für sechs Monate ausgesetzt.

Weltweite Proteste

Die Entscheidung sorgt weltweit für Proteste und Diskussionen. Nachdem Trump in einem Telefonat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas über die bevorstehende Entscheidung informiert hatte, wandte Abbas sich an mehrere ausländische Regierungschefs sowie an den Papst mit der Bitte, das Vorhaben der US-Regierung zu verhindern. (cic)

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