Niedrigwasser stoppt Schifferseelsorge auf dem Rhein
Bei Mannheim ist der Rheinpegel auf unter 90 Zentimeter gefallen. Das Seelsorgeschiff bleibt deshalb im Hafen. Wie es den Menschen auf den Frachtschiffen geht, können die Seelsorger derzeit nicht sagen.
(KNA) Das Niedrigwasser schränkt auch die Seelsorge auf dem Rhein ein. Seit etwa zwei Wochen kann das Seelsorgeschiff der Evangelischen Kirche Mannheim nicht mehr auf den Fluss fahren, wie Schifferseelsorger Maximilian Heßlein am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte.
Wie es den Besatzungen auf den Frachtschiffen derzeit gehe, könne er deshalb kaum einschätzen. Die Schifffahrtsunternehmen stünden jedoch unter grossem wirtschaftlichen Druck. «Das ist schon eine existenziell bedrohliche Situation», so Heßlein.
Seelsorger kommen mit dem Schiff
Das Kirchenschiff fährt bis zu einem Pegel von 1,40 Meter. Aktuell liegt der Rheinpegel bei Mannheim bei nur noch rund 90 Zentimetern.
Normalerweise fahren Heßlein und sein Team zweimal die Woche in den Mannheimer Industriehafen und nähern sich den Frachtschiffen von der Wasserseite. «Dann versuchen wir, mit den Besatzungen Kontakt aufzunehmen, ins Gespräch zu kommen, zu hören, wie es ihnen gerade geht, was sie beschäftigt, woher sie kommen und wohin sie fahren», sagte der Seelsorger.
«Diese Arbeitswelt ist durchaus auch eine, die Gefahren birgt.»
Häufig gehe es in den Gesprächen um den Alltag auf den Schiffen. Manchmal gebe es Verständigungsprobleme, weil die Besatzungen vermehrt aus Osteuropa kämen. «Was uns wirklich wichtig ist: dass wir den Menschen einen Segen mit auf den Weg geben. Denn diese Arbeitswelt ist durchaus auch eine, die Gefahren birgt», sagte Heßlein. Die Schifferseelsorge bietet den Schifferfamilien zudem Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen auf dem Kirchenschiff an.
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