«Mehr Freude und Tiefe»: Zürcher Jugendseelsorge ruft Junge zum Fasten auf
Die Jugendseelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich ruft junge Menschen dazu auf, sich in der bevorstehenden Fastenzeit einer selbst gewählten Herausforderung zu stellen: «40 Tage auf etwas verzichten, das bisher unverzichtbar erschien».
Am Aschermittwoch, also am 5. März, beginnt die Fastenzeit. Sie endet am 17. April. Die Jugendseelsorge der Katholischen Kirche im Kanton Zürich lädt Menschen zwischen 16 und 35 Jahren dazu ein, gemeinsam die Fastenzeit neu zu erleben, wie sie am Montag mitteilt.
«Habe ich, was ich wirklich brauche?»
Unser Alltag sei überflutet von Reizen – Soziale Medien, Fast Food, Koffein. «Ständiger Begleiter ist die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen.» Dabei stelle sich die Frage, ob man auch wirklich alles brauche, was man habe. Und umgekehrt: «Habe ich, was ich wirklich brauche?» Der bewusste Verzicht und etwas Abstand zur Routine, könnten helfen, auf diese Fragen eine Antwort zu finden, heisst es in der Mitteilung.
Die Jugendseelsorge schlägt vor, Teilnehmende der Aktion stellen sich einer «selbstgewählten Herausforderung: 40 Tage auf etwas verzichten, das bisher unverzichtbar schien». Sie kündigt an, vier Mal während des Experiments Briefe zu versenden, die von den Erfahrungen anderer berichten und Stärkung auf dem gemeinsamen Weg geben.
«Transformative Kraft des Fastens»
Mit der Aktion wolle man «aufzeigen, dass durch bewussten Verzicht das Leben neu entdeckt werden kann – mehr Freude und Tiefe erfahrbar werden», sagt Adrian Marbacher in der Mitteilung. Marbacher ist Theologe und verantwortlich für das Projekt «40 Tage ohne».
Der niederschwellige Zugang zum bewussten Verzicht mache es möglich, die «transformative Kraft des Fastens» zu erleben, ist die Jugendseelsorge überzeugt. Mit ihrem Angebot schaffe sie einen zeitgemässen Zugang zur Fastentradition, durch die sich viele Menschen auf Ostern vorbereiten. (bal)
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