Maria und Jesus in der Kathedrale St. Gallen  | © Regula Pfeifer
Schweiz
Maria und Jesus in der Kathedrale St. Gallen | © Regula Pfeifer

Marienverehrung trennt Evangelisch Gläubige von Katholiken

Bern, 20.5.17 (kath.ch) Die «problematische Marienverehrung» sei die grösste Herausforderung in der Beziehung zu den Katholiken. Das sagte Thomas Schirrmacher, prominenter Vertreter der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) am Samstag an der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) und des Réseau évangélique suisse (RES) in Bern.

Der aus Bonn angereiste Schirrmacher betonte aber auch «die zunehmend feststellbaren Gemeinsamkeiten» zwischen den Evangelischen und der Katholischen Kirche, wie es in einer Mitteilung der SEA heisst. «Die Art und Weise wie wir arbeiten, ist im Vatikan plötzlich in», betonte der Vorsitzende der Theologischen Kommission der WEA. Die Beziehungen würden durch eine grössere Offenheit geprägt, als dies früher der Fall gewesen sei.

Religionsfreiheit mehr als Konzept

Trotzdem gäbe es noch viel zu tun. Beide Seiten seien herausgefordert, mit Offenheit in die gemeinsamen Gespräche zu gehen, sagte Schirrmacher weiter. Der Religionssoziologe hob auch die Religionsfreiheit hervor, welche mehr sein solle als «ein brauchbares politisches Konzept». Als grösste Herausforderung nannte Schirrmacher die aus seiner Sicht problematische «Marienverehrung». Gespräche darüber hätten zwischen Evangelischen und Katholiken bis heute in keiner Weise stattgefunden.

Thema der Delegiertenversammlung war das Verhältnis der Evangelischen mit der Katholischen Kirche. Schirrmacher ist nicht nur Vorsitzender der Theologischen Kommission der WEA, sondern auch stellvertretender Generalsekretär der WEA.

Der Nationale Verband von SEA und RES ist eine Bewegung von rund 640 Kirchen und 230 christlichen Organisationen mit rund 250’000 Christinnen und Christen. Es handelt sich hauptsächlich um reformierte Kirchen und Freikirchen. (rp)

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