Lucky Luke für Leo
Zwar ist er nicht der Papst, der schneller zieht als sein Schatten. Aber warum sollte Leo XIV. (71) aus den USA nicht ein Fan des fast gleichaltrigen Westernhelden Lucky Luke (79) sein?
(KNA) Originelle Werbung: Leo XIV., erster Papst aus den USA, bekommt eine Jubiläumsausgabe von Western-Ikone Lucky Luke. Wie der deutsche Verlag Egmont Ehapa Media jüngst mitteilte, schenkt der französische Lucky-Luke-Autor Jul (Julien Berjeaut) dem 71-jährigen Papst den Band «Heiliger Lucky!» zum 80. Geburtstag des Westernhelden Mitte November.
Jul hoffe, dass Leo XIV. das Heft auch lese. «Schliesslich ähneln die Themen des Buches in Frankreich sehr stark den Inhalten der Papst-Enzyklika, in der es unter anderem um Frieden, Gerechtigkeit und ähnliche Werte geht», wird der Autor zitiert. «Das sind Werte, für die sich der Papst derzeit einsetzt und die auch unserem Helden Lucky Luke sehr am Herzen liegen.»
Lucky als Heilsbringer?
Im November 1946 starteten die Abenteuer von Lucky Luke. Über Jahrzehnte schickte dessen Erfinder Morris (Maurice De Bevere, 1923-2001) den «Cowboy, der schneller zieht als sein eigener Schatten», durch den Wilden Westen. Mit weltweit mehr als 300 Millionen Ausgaben zählt Lucky Luke zu den erfolgreichsten Comic-Serien überhaupt. Mit unerschütterlichem Gerechtigkeitssinn bezwingt er Schurken und Banditen.
In der deutschen Zählung ist «Heiliger Lucky!» das 103. Album. Das Thema: Als Lucky Luke den Geistlichen eines kleinen Städtchens vor einer Bande Desperados rettet, erkennt der sofort, dass man aus dem Cowboy einen Heiligen machen könnte. Der Prediger gründet eine neue Religion, den «Lukismus». Doch eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Lucky Luke bleibt lieber einsamer Cowboy und versucht, den Fanatikern schnellstmöglich zu entkommen.
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