Schweiz

Lesben-Segnung: Reformierter Support für Bischöfe Huonder und Morerod

Winterthur ZH, 4.3.15 (kath.ch) Die Stiftung Zukunft CH dankt den Bischöfen Vitus Huonder und Charles Morerod in einem offenen Brief für ihre «klare Haltung und ihr Einschreiten für Ehe und Familie» im Fall Bucheli. Bislang haben über 900 Personen (Stand Mittwoch 11.15 Uhr) ihre Unterschrift unter das «überkonfessionelle» Dankesschreiben gesetzt, das auf der Homepage der Organisation publiziert wurde. Präsident und Gründer von Zukunft CH ist der reformierte Pfarrer Hansjürg Stückelberger.

Für die Bischöfe wie «für uns» sei es klar, dass die christliche Nächstenliebe keinen Menschen ausschliesst, heisst es in dem Brief weiter. Im Fall Bucheli gehe es aber um die «Pflicht aller Christen, die Ehe als eine gottgewollte exklusive Verbindung zwischen Mann und Frau – auch zum Wohle der gesamten Gesellschaft – zu verteidigen». Dieser «Schutzverpflichtung» seien der Bischof von Chur, Vitus Huonder, und der Westschweizer Bischof, Charles Morerod, «mutig» nachgekommen.

Der Bürgler Pfarrer Wendelin Bucheli hatte im Oktober 2014 ein lesbisches Paar gesegnet. Huonder hat ihn deswegen zur Demission aufgefordert. Am 8. Februar teilte das Bistum Chur mit, Morerod rufe «nach Absprache mit Bischof Vitus Huonder» Bucheli in sein Heimatbistum zurück. Der Pfarrer hat aber nicht vor, Bürglen zu verlassen. Die Pfarrei und die Gemeinde Bürglen stehen hinter ihm.

Die Stiftung Zukunft CH will nach eigenen Angaben die «freiheitlich-demokratische Rechtsordnung der Schweiz» erhalten, eine «schleichende Einführung der Scharia» verhindern und die Familie als «Grundpfeiler der Gesellschaft» stärken. Präsident und Gründer der Stiftung ist der reformierte Pfarrer Hansjürg Stückelberger. (bal)

Wendelin Bucheli, Pfarrer von Bürglen UR, gibt am 15. Februar 2015 in der Pfarrkirche eine Erklärung zur Lesben-Segnung ab. | © 2015 Hans Merrouche
4. März 2015 | 11:51
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