Papst Leo XIV. winkt am 1. Oktober 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.
Vatikan

Leo XIV. hebt Anweisung seines Vorgängers zu Vatikanfinanzen auf

Der korrekte Umgang mit den eigenen Finanzen und Investitionen sind ein Dauerthema im Vatikan. Nun hob Leo eine diesbezügliche Anordnung seines Vorgängers Franziskus auf.

(CIC) Papst Leo XIV. hat eine Anordnung seines Vorgängers zur Anlage vatikanischer Vermögenswerte aufgehoben. Wie es in dem am Montag veröffentlichten Dekret heisst, können die zuständigen Organe bei Investitionen des Heiligen Stuhls auch in anderen Staaten ansässige Finanzmittler in Anspruch nehmen – wenn sie es für effizienter und zweckmässiger halten.

Franziskus holte Geldverwaltung ins Haus

Papst Franziskus (2013-2025) hatte im August 2022 angeordnet, nicht nur alle Vermögenswerte und liquiden Mittel des Heiligen Stuhls an die Vatikan-eigene Bank IOR zu überweisen. Zugleich setzte er die Vatikanbank als einzigen «Vermögensverwalter und Verwahrer des beweglichen Vermögens des Heiligen Stuhls» ein.

In der Regel soll die interne Organisationsstruktur des IOR aber auch nach Leos Dekret genutzt werden, heisst es in dem Schreiben. Die neue Anordnung folge auf eine einstimmige Empfehlung des vatikanischen Wirtschaftsrats und nach Rücksprache mit Experten auf diesem Gebiet.

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Papst Leo XIV. winkt am 1. Oktober 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan. | © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA
7. Oktober 2025 | 15:00
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