Lausanne: Die reformierte Landeskirche kritisiert die Besetzung der Kirche Saint-Laurent

Lausanne, 13.3.15 (kath.ch) Die reformierte Kirche des Kanton Waadt (EERV) kritisiert die Besetzung der reformierten Kirche Saint-Laurent in Lausanne. Sie beschuldigt das Collectif R, das die Aktion veranlasst hat, der politischen Instrumentalisierung. Seit dem 8. März halten sich in Saint-Laurent sechs von der Ausschaffung bedrohte Asylbewerber aus Eritrea und Äthiopien auf.

«Was da vor sich geht in Saint-Laurent, ist eine politische Aktion, die eine kleine Gruppe Migranten instrumentalisiert», sagte Xavier Paillard, Präsident des Synodalrats gegenüber der Presseagentur Protestinfo. Und er fügt hinzu: «Wir hatten eine Lösung, die sich ausserhalb der Agglomeration Lausanne abzeichnete. Aber das Kollektiv hat sich geweigert, denn es war zu kompliziert, und der mediale Effekt hätte gefehlt.»

Um die 200 Personen protestierten am 11. März vor der Kirche zur Unterstützung der Aktion des Colletif R. Für das Kollectif sind die Fälle der Personen, die Saint-Laurent besetzen, typisch für die Situationen, die Migranten aktuell in der Schweiz erleben. Sie verlangen einen Ausschaffungsstopp nach Italien und ein Moratorium für Ausschaffungen von Menschen mit Gesundheitsproblemen.

Sie hätten bei den Exponenten der reformierten und katholischen Kirche offiziell nach einem Fluchtort angefragt, erklärte Graziella de Colon, die für die Rechte der Migranten kämpft, gegenüber Protestinfo. Doch die Kirchen erklärten sich ausserstande, eine Pfarrei zu finden, die sie aufnähme. Deshalb habe man sich für eine spontane Besetzung entschieden. (cath.ch/rp)

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