Gerhard Ludwig Müller | © Roberto Conciatori Photographer SBF
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Gerhard Ludwig Müller | © Roberto Conciatori Photographer SBF

Kardinal Müller veröffentlicht Erklärung zur Glaubenslehre

Rom, 9.2.19 (kath.ch) Mit einem Glaubensmanifest hat sich Kardinal Gerhard Ludwig Müller zu Wort gemeldet. Der Text wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag auf mehreren Internetseiten in Englisch, Deutsch und Italienisch veröffentlicht. Darin fasst Müller auf knapp vier Seiten aus seiner Sicht grundlegende Glaubenswahrheiten der katholischen Kirche zum dreifaltigen Gott, Jesus Christus, dem Wesen der Kirche und ihrer Sakramente zusammen.

Als Anlass der Veröffentlichung nennt er eine «sich ausbreitende Verwirrung in der Lehre des Glaubens». Von mehreren Seiten sei er daher «um ein öffentliches Zeugnis gebeten worden». Unter anderem betont der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation und Bischof von Regensburg die Einzigartigkeit Jesu Christi als Mittler zwischen Gott und Menschen, verteidigt den Zölibat und die Priesterweihe nur für Männer.

Eucharistie bringt Wiederverheirateten nichts

Ohne konkrete Debatten zu erwähnen, betont Müller erneut, dass wiederverheiratete Geschiedene sowie Nicht-Katholiken die Eucharistie «nicht fruchtbar empfangen, weil sie ihnen nicht zum Heil gereicht». Weiter kritisiert er abnehmende Beichtpraxis sowie Bischöfe, die sich «lieber in der Rolle als Politiker gefallen, denn als Lehrer des Glaubens». Das Dokument datiert vom 10. Februar 2019.

Athanasius Schneider kritisiert Dokument von Abu Dhabib

Bereits am Freitag hatte Weihbischof Athanasius Schneider von Astana/Kasachstan sich zu dem von Papst Franziskus und Grossimam Ahmad al-Tayyeb unterzeichneten katholisch-muslimischen Dokument von Abu Dhabi geäussert. Das Christentum sei die einzige von Gott gewollte Religion, wird Schneider auf mehreren Websites zitiert. Es gleichwertig neben anderen Religionen zu stellen, widerspreche der Offenbarung, vom menschgewordenen Gott in Jesus Christus.

Die kritisierte Stelle in dem Dokument von Abu Dhabi lautet: «Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat.» (cic)

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