Kanada: Pädophiler Priester gibt Taten an 40 Opfern zu

Chicoutimi, 21.6.15 (kath.ch) Ein kanadischer Priester im Ruhestand, der des sexuellen Missbrauchs angeklagt war, anerkennt seine Schuld. Paul-André Harvey, Priester in der Diözese Chicoutimi, hat am 16. Juni zugegeben, zwischen 1963 und 1987 40 Kinder missbraucht zu haben. Die meisten von ihnen waren zur Tatzeit zwischen sechs und zwölf Jahre alt. Harvey drohen drei bis acht Jahre Gefängnis.

Die ersten Anschuldigungen gegen den Priester der Diözese Chicoutimi gehen aufs Jahr 2012 zurück. Der Geistliche wurde der Unzucht mit Kindern und grober Anstössigkeiten gegenüber 39 Mädchen angeklagt, wie die katholische Informationsseite Proximo berichtet.

Durch seine Schuldanerkennung vermeidet Harvey einen langen Prozess, bei dem die Vorkommnisse im Detail ausgebreitet worden wären. Entscheiden werden nun die Richter des Obergerichts von Québec. Ihm drohen drei bis acht Jahre Gefängnis.

Der Mann ist 78 Jahr alt und seit 2002 im Ruhestand. Er wurde freigestellt, als die Diözese von Chicoutimi informiert worden war über die Vorwürfe gegenüber dem Priester. Der Bischof verwies darauf, dass nach der Urteilsverkündung ein kirchenrechtlicher Prozess stattfinden werde. Der Täter kann damit seinen geistlichen Stand als Priester verlieren. (cath.ch/rp)

21. Juni 2015 | 15:06
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