Ikea Israel bringt koscheren Katalog heraus

Jerusalem, 16.2.17 (kath.ch) Jungen mit Kippa und Schläfenlocken, feierlich gedeckte Schabbattische und religiöse Familienväter, die vor der Bücherwand heilige Schriften studieren: Mit einem koscheren, zensierten Katalog will Ikea in Israel ein strengreligiös-jüdisches Publikum anlocken. Abbildungen von Frauen gibt es darin keine einzige.

Die Möbelhauskette begründete den Schritt laut Berichten mit der Nachfrage aus dem strengreligiösen Milieu. Der alternative Katalog zeigt ausschliesslich Abbildungen von Männern und knüpft auch textlich und thematisch an die strengreligiös-jüdische Lebenswelt an.

Damit wolle man der ultraorthodoxen Haredi-Gemeinschaft erlauben, die Produkte «im Einklang mit ihrem Lebensstil» zu nutzen. Der Katalog werde auf Anfrage und kostenlos an Interessierte abgegeben. Die Preise der Produkte seien mit jenen im Standardkatalog identisch.

In der durch strikte Geschlechtertrennung geprägten strengjüdisch-religiösen Tradition wird die Abbildung von Frauen etwa in Medien oder Werbungen als unkeusch abgelehnt. (kna)

 

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