Schweiz

Hitzige Diskussion zur Homo-Ehe in den sozialen Netzwerken

Zürich, 6.3.15 (kath.ch) Die Rückmeldung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zur Segnung homosexueller Paare ist deutlich. Eine Simulation der Eheschliessung dürfe es nicht geben. Dass mit dieser Haltung allein die Diskussion darüber nicht beendet sein dürfte, zeigen die vielen Rückmeldungen in den sozialen Netzwerken von kath.ch.

Die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare spaltet die Schweiz. Erst die kontrovers geführte Diskussion der Sendung Arena im Schweizer Fernsehen zum Thema «Homo-Ehe, Homo-Adoption – brauchen wir das wirklich» vom Freitag, 27.Februar, und nun das Communiqué der Bischofskonferenz zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Auf dem Facebook-Profil von kath.ch (kath.ch-Praxis) argumentieren Befürworter und Gegner gleichermassen heftig in einem offenen Schlagabtausch.

User, die sich für die Gleichstellung der Homo-Ehe aussprechen, kritisieren vor allem die Schwäche innerhalb der Gesellschaft, eine ihnen fremde Lebensform zu akzeptieren. So stellt ein User den Kommentar in den Raum, dass «viele allein Homosexuelle oder Heterosexuelle sehen, aber nicht die liebenden Paare dahinter, die miteinander leben möchten.» Die klassische Ehe sei «schon ein sehr fragiles Konstrukt, wenn sie durch die Heirat Homosexueller bedroht würde», lautet ein anderer Kommentar. Generell fehlt den Befürwortern der Homo-Ehe eine Plattform für all jene, die sich gegen ein allgemeingültiges Ideal der Ehe wehren möchten. Sie beklagen, dass es immer noch zu wenig Respekt in der Gesellschaft gegenüber einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gebe.

Alte Werte gehen verloren

Die Gegner stört vor allem die «unglaubliche Ignoranz und das fehlende Wissen der Home-Ehe-Befürworter, was die Ehe ausmacht.» Für sie fehlt es an «souveränen Sprechern, die eine konservative Position für die traditionelle Ehe und gegen die Homo-Ehe mit guten Argumenten untermauern.» Die Gegner sind der Auffassung, dass alte Werte durch den Wandel in der Gesellschaft verloren gingen und die Ehe für die Jugend kein erstrebenswertes Ziel mehr wäre, sollten auch gleichgeschlechtliche Paare das Recht zur Eheschliessung erhalten. Für einen User gilt «Gleiches gleich, Ungleiches ungleich. Homosexuelle Paare sind nun mal nicht in jedem Punkt mit den heterosexuellen zu vergleichen.» (nz)

Zur Bischofskonferenz: «Schwammige Worte» – «Rechtsrutsch» – «Bischof Gracia»

Facebook-Profil von kath.ch | © Printscreen 6.3.15
6. März 2015 | 15:51
Teilen Sie diesen Artikel!