Grabschändungen auf mehreren Friedhöfen im Wallis: «Intimsphäre von Menschen berührt»
Die Walliser Polizei bestätigte, dass in den letzten Wochen auf mehreren Friedhöfen im Kanton Wallis Gräber geschändet wurden. Dabei wurden auch Gegenstände, vermutlich aus Kupfer oder Messing, entwendet.
Die Information wurde von «Rhône FM» und «Le Nouvelliste» enthüllt. Die Friedhöfe von Ardon, Leytron, Martigny und Siders wurden in letzter Zeit von Ganoven aufgesucht, die Schäden an den Gräbern verursachten und Gegenstände mitnahmen, die diese schmückten.
In Martigny wurden beispielsweise mehr als 20 Gräber verwüstet, zwei Tage später in Ardon, einer Gemeinde mit 3600 Einwohnern, rund 30 Gräber.
Der Friedhof von Ardon liegt an der Kantonsstrasse und ist sehr leicht zugänglich, wie Pierre-Marie Broccard, Gemeindepräsident von Ardon, gegenüber «Rhône FM erklärte.»
«Das ist schlimm, hier wird die Intimsphäre von Menschen berührt.»
«Wir haben mehr als 30 Gräber gefunden, auf denen das Dekorationsmaterial geschändet oder gestohlen wurde. Eigentlich alles, was kleine Dekorationen aus Kupfer oder Messing darstellt». Auch eine Urne wurde am Fusse des Grabes ihrer Asche beraubt, bevor sie weggebracht wurde. «Das ist schlimm, hier wird die Intimsphäre von Menschen berührt. Die Alten verdienen unseren Respekt», fügte P-M Broccard hinzu.
«Die Familien sind sehr betroffen», bestätigte Michaël Hugon, der für den Friedhof zuständige Betriebsleiter der Stadt Martigny, auf Anfrage von «Le Nouvelliste». «Offenbar suchen die Diebe nach Metall, insbesondere Kupfer». Sowohl in Martigny als auch in Ardon wurden mehrere Anzeigen erstattet, wobei die geschädigten Familien jeweils einzeln Anzeige erstatten mussten. Die Walliser Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet. (cath.ch//ag/lb)
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