Geht es um ein Verbot des alten Messeritus? – Papst empfängt traditionalistischen Prior
Seit Wochen spekulieren konservative Kreise, Papst Franziskus werde bald die alte Form der lateinischen Messe komplett verbieten. Am Montag empfing er den Oberen einer Priestergemeinschaft, die den Alten Ritus pflegt.
Papst Franziskus hat am Montag den Gründer und Leiter einer katholischen Priestergemeinschaft in Audienz empfangen, die an der alten Form der lateinischen Messe festhält. Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, empfing er Gilles Wach, Prior des international tätigen «Instituts Christ König», mit mehreren Begleitern in Audienz.
Gerüchteküche brodelt
Über den Inhalt der Unterredung wurde zunächst nichts mitgeteilt. Die Begegnung fällt in eine Zeit zunehmender Gerüchte, wonach der Papst demnächst den Gebrauch der alten Form der lateinischen Messe fast vollständig verbieten werde. Bereits 2021 hatte er mit dem Erlass «Traditionis custodes» den von seinem Vorgänger stark ausgeweiteten Zugang zum Alten Ritus deutlich eingeschränkt.
Das Institut Christ König ist vor allem in Italien und Frankreich verbreitet. Es erhielt 2008 von Papst Benedikt XVI. die offizielle Bestätigung. Unter Papst Franziskus wurde das Institut zweimal von einem Apostolischen Visitator überprüft, 2016 wurden neue Statuten von Rom approbiert. Weltweit gehören der Vereinigung mehr als 250 Priester an. In Deutschland wird das Nonnenkloster Maria Engelport an der Untermosel von dem Institut betreut. (cic)
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