Symbolbild: Angst | © pixabay.com ninocare CC0
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Symbolbild: Angst | © pixabay.com ninocare CC0

Französische Bischöfe verweigern Fernsehdebatte zu Missbrauch

Paris, 20.3.17 (kath.ch) Die Französische Bischofskonferenz nimmt nicht an einer Fernsehdebatte zum Thema Missbrauch vom Dienstagabend teil. Grund für die Verweigerung seien die Interviewmethoden, die die Journalisten für eine Fernsehsendung zum Missbrauch in der Kirche an den Tag gelegt hätten, teilte die Bischofskonferenz am Montag in Paris mit.

Die Journalisten respektierten ethische Standards nicht und die Sendung beschäftige sich mehr mit Anschuldigungen als dem Willen zur Erklärung, heisst es in der Pressemitteilung der Bischofskonferenz.

Vor einem Jahr hatten sich in Frankreich mehrere Menschen zu Wort gemeldet, die Mitglieder der Kirche beschuldigten, sie sexuell missbraucht zu haben. Der Erzbischof von Lyon, Kardinal Philippe Barbarin, wurde wegen Nichtanzeige sexueller Übergriffe in seinem Verantwortungsbereich angezeigt. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen ihn jedoch im August ein. Es habe keine Hinweise auf eine Straftat gegeben, hiess es.

Website eingerichtet

Als Reaktion auf den Skandal rief die Französische Bischofskonferenz im Frühjahr eine unabhängige «Kommission gegen Pädophilie» ins Leben und richtete eine Website ein, auf der Missbrauchsopfer und Familienangehörige Fälle melden und Kontakt mit den Zuständigen in ihrem Bistum aufnehmen können.

Die Sendung «Cash Investigation» wird am Dienstag (21. März) um 20.50 Uhr auf dem französischen Fernsehsender France 2 ausgestrahlt. (kna)

 

 

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