Franz Beckenbauer: «So hat der liebe Gott sich die Welt vorgestellt»
Die deutsche Fussballlegende und «Lichtgestalt» Franz Beckenbauer ist tot. Er war auch ein gläubiger Katholik, der jeden Tag gebetet hat. Als er während der Fussball-WM 2006, die er als Funktionär nach Deutschland geholt hatte, auf eine glückliche und jubelnde Menschenmenge schaute, kam ihm auf dem Höhepunkt seiner Karriere ein fast biblischer Satz über die Lippen.
Franz Beckenbauer, der vergangenen Sonntag an einer Herzerkrankung im Alter von 78 Jahren verstarb, hatte als «Fussballgott» und «Lichtgestalt» offenbar einen direkten Draht zu Gott. Am Finaltag der Fussball-WM 2006 in Berlin, als er am Sonntagnachmittag vom Hotel Adlon in Berlin auf Hunderttausende jubelnder und glücklicher Fussballfans aus aller Welt am Brandenburger Tor blickte, sagte er mit zufriedenem Gesichtsausdruck zu seinem Manager Marcus Höfl: «So hat der liebe Gott sich die Welt vorgestellt.»
Nach diesem Höhepunkt von Beckenbauers Karriere, dem «Sommermärchen» 2006, erinnert sich Höfl auch noch an die Aussage des «Fussballkaisers», der später seinen kleinen Sohn in die Schule brachte und dabei auf dem Rückweg öfters in die Kirche ging: «Jetzt bete ich für nichts mehr, ich bedanke mich nur noch.»
Als Katholik hat Franz Beckenbauer grundsätzlich jeden Tag gebetet. «Wir haben eine Seele. Die kommt von irgendwoher. Und ich denke, dass sie irgendwann dorthin zurückkehren wird», sagte er. «Das alles muss doch einen Sinn haben. Ich bedanke mich für das schöne Leben, das ich führen durfte. Da ist es schon angebracht, sich jeden Tag zu bedanken.»
Diese Äusserungen von Franz Beckenbauer werden bei Focus-Online sowie in der Fernsehdokumentation «Beckenbauer» zitiert, die in der ARD-Mediathek zu sehen ist. (woz)
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