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Feuerwehrleute löschen Brand | © pixelio.de/E. Kopp

Feuerwehr fährt zum Löschen in Regensburger Kirchenschiff

Regensburg, 2.1.18 (kath.ch) Die Feuerwehr ist zum Löschen eines Brandes mit ihrem Fahrzeug mitten in die Albertus-Magnus-Kirche im deutschen Regensburg gefahren. Zu der ungewöhnlichen Aktion kam es am Abend des Neujahrstags, wie die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite mitteilte.

Gegen 19.15 Uhr hatte der Mesner gemeldet, dass aus der Decke des Kirchenschiffs in etwa zwölf Metern Höhe Rauch dringe. Um an den Brandherd zu kommen, hätten sich die Einsatzkräfte entschieden, ihren 16-Tonnen-Lastwagen mit Drehleiter ins Gotteshaus zu fahren, so die Feuerwehr.

Erst den Christbaum gefällt

Die Kirche war laut Mitteilung gross genug, insbesondere das Kirchentor, dass die Drehleiter «so gerade vor den Altar» habe fahren können. Bei dem Fahrer habe es sich um einen «routinierten Kollegen mit viel Gefühl» gehandelt. Mit viel Zentimeterarbeit sei es ihm gelungen, das grosse Fahrzeug mit eingeklappten Spiegeln rückwärts in die Kirche zu fahren.

Einzig der Christbaum an der Kirchentüre habe gefällt werden müssen, ansonsten habe es weder am Löschzug noch am Inventar Beschädigungen gegeben. Ein Trupp habe dann unter Atemschutz vom Korb der Drehleiter aus die Decke grossflächig aufschneiden und das Feuer von unten löschen können.

55 Feuerwehrsleute im Einsatz

Zeitgleich bauten Einsatzkräfte aussen am Kirchenschiff Leitern auf, um von dort aufs Dach zu gelangen und dieses mit einer speziellen Rettungssäge aufzuschneiden, um auch dort zu löschen, wie es heisst. Das Arbeiten in über 15 Meter Höhe auf einem rutschigen Blechdach sei nicht ungefährlich gewesen, daher hätten sich die Einsatzkräfte wie Bergsteiger mit Gurten und Seilen gegen einen möglichen Absturz gesichert. Der Feuerwehr sei es gelungen, den Schaden auf einen kleinen Teil des Daches zu beschränken. Das Dach sei nun provisorisch mit einer Plane gegen Regen abgesichert.

Insgesamt seien neben der Polizei und dem Rettungsdienst 55 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Feuerwehren Burgweinting und Oberisling an der Einsatzstelle gewesen. Verletzt worden sei niemand. (kna)

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