Ex-Bischof Hansjörg Vogel fürchtet sich vor dem Tod
Hansjörg Vogel war von 1994–1995 Bischof von Basel. Wegen seiner Vaterschaft trat er als Bischof zurück. Trotz seines Engagements als Sterbebegleiter fürchtet er sich vor dem Tod: «Ganz verschwinden wird der Schrecken nie. Und je älter ich werde, desto mehr muss ich mich ihm stellen.»
«Aus meiner Sicht ist der Tod der letzte, endgültige Übergang ins Unbekannte. Ich habe keine Vorstellung davon, was mich auf der anderen Seite erwartet. Für Sterbebegleiter und Angehörige hört die Begleitung im Moment des Todes auf. Wir müssen sie loslassen. Wir erfahren jedoch, dass sie diese Reise überstanden haben. Das mildert den Schrecken des Sterbens. Und zeigt mir persönlich, dass der Tod zum Leben gehört.»
Der ehemalige Bischof von Basel, Hansjörg Vogel (71), engagiert sich im Verein «Begleitung Schwerkranker». Der Verein vermittelt Freiwillige an Haushalte und Institutionen, die Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten.
Hansjörg Vogel ist Priester des Bistums Basel und war von 1994–1995 Bischof von Basel. Papst Johannes Paul II. nahm 1995 Vogels Rücktritt an, nachdem bekannt geworden war, dass er Vater werden würde. Vogel äussert sich in einem Interview mit der «Luzerner Zeitung» (31. Oktober).
Darin sagt er auch, er habe Furcht vor dem Tod: «Ganz verschwinden wird der Schrecken nie. Und je älter ich werde, desto mehr muss ich mich ihm stellen.»
Auf die Frage, was ihm Allerheiligen und Allerseelen bedeuten, sagt Vogel: «Allerheiligen betont den christlichen Glauben auf ein ewiges Leben, während Allerseelen eher auf das Dunkle, Unbekannte des Todes verweist. Es ist eine Herausforderung an die Hoffnung auf eine neue Wirklichkeit nach dem Tod. Ich schätze den Brauch, in diesen Tagen Gräber der Angehörigen zu besuchen und speziell an sie und an unsere Vergänglichkeit zu denken.» (rr)
Hier geht es zur › Bestellung einzelner Beiträge von kath.ch.




