International

Dritter Bischof in Kolumbien an Covid-Infektion gestorben

In Kolumbien ist inzwischen der dritte katholische Bischof an den Folgen einer Covid-Infektion gestorben.

Wie die Kolumbianische Bischofskonferenz am Wochenende bekanntgab, erlag Bischof José Daniel Falla Robles aus der Diözese Soacha im Grossraum Bogota bereits am Samstag im Alter von 64 Jahren den Folgen seiner Erkrankung. Von 2012 bis 2016 war er Generalsekretär der Bischofskonferenz.

Kolumbien ist von COVID-19 stark betroffen. Regionale Schwerpunkte sind gemäss dem Auswärtigen Amt in Berlin die Metropolen Bogotá und Medellín, aber auch die Karibikküste.

Landesweit beträgt die Inzidenz mehr als 200 Fälle pro 100’000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb Kolumbien als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko (Hochinzidenzgebiet) gilt.

An Covid starben dieses Jahr in Kolumbien bereits der Bischof der Diözese Santa Marta, Luis Adriano Piedrahíta Sandoval , und Juan Francisco Sarasti Jaramillo. Er leitete das Erzbistum Cali.

Vatikan schickt Beatmungsgeräte

Die Lage ist prekär. Papst Franziskus hat Ende April vier komplette Beatmungsmaschinen sowie zahlreiche Schutzmasken und -brillen nach Kolumbien gespendet. Dies berichtet die spanische Zeitung «La Vida nueva» unter Berufung auf die päpstliche Nuntiatur in Bogota.

Die Ausrüstung sei von der Luftwaffe des Landes an zwei Krankenhäuser in Quibdo, im Nordwesten des Landes geliefert worden.

Trauer um «Engel der Obdachlosen»

Kolumbien verlor auch den «Engel der Obdachlosen». Der 63-Jährige Franziskaner Fray Gabriel Gutierrez , bekannt für seinen Einsatz für Strassenbewohner in der Hauptstadt Bogota, erlag laut der Zeitung «El Tiempo» Anfang April einer Covid-19-Infektion.

Gutierrez hatte sich stets für die Schwächsten der Gesellschaft eingesetzt, arbeitete in den vom Bürgerkrieg besonders betroffenen Regionen Kolumbiens. In seiner Geburtsstadt Bogota kümmerte er sich seit 2015 um Obdach- und Wohnungslose auf den Strassen. (kna/gs)


Bogotá: Blick ins Quartier Diana Turbay | © Andrea Moresino
3. Mai 2021 | 11:23
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